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 Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie (HD)

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Tini
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BeitragThema: Hüftdysplasie oder Hüftgelenksdysplasie (HD)   Mi Apr 11, 2012 11:21 pm

Femurkopfresektion beim Hund

Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Zumeist wird ein Zugang zum Hüftgelenk von kraniolateral (seitlich-vorn) gewählt.
Nach einem Hautschnitt oberhalb des Hüftgelenks wird die Faszie am Vorderrand des Musculus biceps femoris durchtrennt.
Der Musculus gluteus superficialis wird nach hinten verlagert, eventuell auch seine Ansatzsehne durchtrennt. Der Musculus gluteus medius wird mit Wundhaken rückenwärts (dorsal) verlagert, der Musculus biceps femoris nach hinten.
Anschließend wird der Ansatz des Musculus gluteus profundus teilweise durchtrennt und der Musculus vastus lateralis an seinem Ursprung vom Oberschenkelknochen gelöst.
Mit einem Knochenhebel kann nun der Kopf des Oberschenkelknochen aus der Beckenpfanne gehebelt werden, wobei bei intaktem Oberschenkelknochenkopfband (Ligamentum capitis ossis femoris) dieses durchtrennt wird.
Der Oberschenkelhals wird nun mit einer Säge oder nach Anlegen von Bohrkanälen mit einem Osteotom osteotomiert, bei der Femurkopfnekrose kann der Kopf auch schrittweise mit einer Hohlmeißelzange abgetragen werden. Anschließend erfolgt der Wundverschluss.

Quelle: Wikipedia
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BeitragThema: Triple-Osteotomie bei Hunden   Mi Apr 11, 2012 11:27 pm

Triple-Osteotomie bei Hunden

Triple-Osteotomien werden in der Tiermedizin bislang nur bei Hunden mit Hüftdysplasie durchgeführt.
Da die Operation aufwändig ist, ist eine genaue Kosten-Nutzen-Analyse notwendig.
Eine Triple-Osteotomie ist nur bei jungen Hunden angezeigt, für die eine Nutzung als Arbeitshund geplant ist.
Voraussetzung ist, dass noch keine oder nur geringe arthrotische Veränderungen im Hüftgelenk röntgenologisch nachweisbar sind, der Reduktionswinkel im Hüftgelenk kleiner als 30° ist und der Subluxationswinkel weniger als 10° beträgt.
Unter dem Reduktionswinkel wird dabei der Winkel verstanden, bei dem der Kopf des Oberschenkelknochens beim Abspreizen (Abduktion) der Gliedmaße wieder in die Hüftpfanne zurückspringt.
Der Subluxationswinkel ist als der Winkel definiert, bei dem der Oberschenkelkopf bei der Einwärtsbewegung (Adduktion) aus der Pfanne springt.

Die Triple-Pelvic-Osteotomie wird vor allem nach der Methode von Slocum & Slocum durchgeführt, wobei nach der Durchtrennung der drei Beckenknochen die Hüftpfanne rotiert und nach außen verlagert wird.
Die anschließende Fixierung der Beckenknochen erfolgt mit speziell dafür hergestellten Platten.

Quelle: Wikipedia
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BeitragThema: Pectineus-Muskel Durchtrennung   Mi Apr 11, 2012 11:45 pm

Pectineus-Muskel-Durchtrennung

Bei dieser OP für HD wird der Pectineus-Muskel als einer der Adduktoren der Hintergliedmaße durchtrennt, wodurch die Gelenkkapselspannung und somit der Andruck des Hüftkopfes in die Pfanne vermindert und dadurch eine Schmerzlinderung und eine Verbesserung der Bewegungsfähigkeit der kranken Hunde erzielt wird.
Wie bei der Denervation handelt es sich hier auch um eine rein symptomatische OP, das heißt, die Ursache bleibt weiterhin bestehen.
Auch die Stabilität des Gelenks wird nicht verbessert, so daß die Sekundärarthrose trotz klinischer Besserung unvermindert fortschreitet.
Als Nachteil der Durchtrennung des Pectineus-Muskels wird das Wiederzusammenwachsen der durchtrennten Muskel- und Sehnenenden genannt, was zum erneuten Auftreten der Beschwerden innerhalb von 3-4 Monaten führt.
Wie lange die Beschwerdefreiheit andauert ist je nach Einzelfall verschieden.
Es können mehrere Monate oder Jahre vergehen, bis die Beschwerden erneut auftreten.
Maßgeblich für die Dauer der Beschwerdefreiheit ist das Alter der Hunde und die schon vorhandenen Arthrosen.
Je jünger der Hund und je weniger Arthrosen sich bereits ausgebildet haben, umso besser ist die Prognose.
Die erzielte Schmerzfreiheit ist jedoch i.d.R. viel kürzer als bei der Denervation, weshalb sich die Denervation der Hüftgelenkskapsel als bevorzugte OP im Vergleich zur Muskeldurchtrennung durchgesetzt hat.
Oft wird jedoch zusätzlich zur Nervendurchtrennung der Pectineus-Muskel ebenfalls ausgeschaltet.
Die Durchtrennung des Pectineus-Muskels erfolgt wie die Denervation beidseitig.
Da auch hier das Hüftgelenk nicht geöffnet wird, ist diese Methode im Vergleich zur künstlichen Hüfte deutlich weniger belastend und risikoreich.
Der Hund kann noch am OP-Tag nach Hause mit der Auflage eines mind. 4-wöchigennachoben Leinenzwangs.

Quelle: http://www.hundereha.de/Therapiemethoden/therapiemethoden.html#pectineus


Zuletzt von Tini am Do Apr 12, 2012 1:03 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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BeitragThema: Kapselraffung   Mi Apr 11, 2012 11:48 pm

Kapselraffung

Die Kapselraffung des Hüftgelenks beim Hund ist eine Behandlungsmöglichkeit für Tiere mit Hüftgelenksdysplasie (HD).
Sie kommt in Frage für Hunde, bei denen die Ursache der Hüftgelenksdysplasie eine Veränderung des Halteapparates ist.
Dies ist zwar eine sehr häufige Ursache der HD bei Hunden, aber nicht die einzige Möglichkeit.
So können auch primäre Knochenveränderungen (Missbildungen von Oberschenkelkopf und Hüftpfanne) auftreten.
Wenn ein Hund „lose Bänder“ an den Hüften hat, d.h. das Hüftgelenk mehr Beweglichkeit aufweist als üblich, wird das Gelenk infolgedessen schnell ausschlagen und es entsteht eine Hüftgelenksarthrose.
Je nach Schwere der Instabilität kann das bereits in wenigen Monaten zu schweren Veränderungen führen. Daher ist eine frühe Diagnostik wichtig, um möglichst frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können.
Hunde wachsen unregelmäßig, so kann eine Instabilität auch vorübergehend sein, wenn die Bänder und die Kapsel schneller gewachsen sind als die Knochen. Solche vorübergehenden Probleme sollten aber innerhalb von 1-2 Monaten verschwunden sein.

Quelle: http://www.kapselraffung-huefte.de/Seiten/home.htm
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BeitragThema: Goldimplantation   Do Apr 12, 2012 12:03 am

Goldimplantation

Bei der Goldimplantation handelt es sich um eine alternative Behandlungsform zur Beseitigung des HD-Schmerzes, die seit Beginn der neunziger Jahre mit großem Erfolg eingesetzt wird.
Auch bei der Ellenbogendysplasie, bei Knieproblemen und Wirbelsäulenerkrankungen wird die Goldimplantation angewendet.
Die Goldimplantation ist eine absolut nebenwirkungsfreie Sonderform der Schmerztherapie, bei der konsequent das Wissen um die Akupunktur eingesetzt wird.
Unter leichter Narkose werden dem Hund mit einer Hohlnadel 3-7 Golddrahtimplantate auf diejenigen Akupunkturpunkte gesetzt, die seit jeher für die Behandlung des Arthroseschmerzes erfolgreich angewendet werden.
Der Eingriff dauert ca. 30 Minuten und ist minimal invasiv. Nach Beendigung der Narkose steht der Hund problemlos auf.
In der Regel ist noch nicht einmal eine Wundnaht erforderlich, man sieht nur einige winzig kleine Einstiche.
Die Golddrahtstücke wachsen ohne Probleme im Gewebe ein und verbleiben ein Leben lang an ihrer Stelle. Die Goldkugeln bewirken eine Dauerakupunktur und dadurch eine Hemmung der Schmerzleitung.
Darüber hinaus verbessern die Goldimplantate den Stoffwechsel des erkrankten Gelenks, da die Zellen von giftigen Stoffwechselprodukten befreit werden.
Man geht davon aus, daß die Goldimplantate den ph-Wert im entzündeten kranken Gelenk wieder normalisieren.
Insgesamt ist die Goldimplantation die Methode der 1. Wahl, wenn man auf der Suche nach einer schonenden, minimal invasiven und risikoarmen Möglichkeit der Schmerzbehandlung bei HD-Hunden ist, was die über 90%-ige Erfolgrate unterstreicht.
Zudem bleiben für später immer noch alle anderen Möglichkeiten, die HD auf konservative Weise operativ zu behandeln, nachobenerhalten.
Sie kann auch beim alten Hund (über 10 Jahre) erfolgreich eingesetzt werden.

Quelle: http://www.hundereha.de/Therapiemethoden/therapiemethoden.html#pectineus
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BeitragThema: Endoprothese (künstliches Hüftgelenk)   Do Apr 12, 2012 12:06 am

Endoprothese (künstliches Hüftgelenk)

Bei der Endoprothese werden Kopf, Pfanne oder beide Teile des Hüftgelenks durch künstliches Material ersetzt. Ziel dieser OP ist es, den Hund auf Dauer mit einem mechanisch intakten, schmerzfreien künstlichen Gelenk zu versorgen.
Im Gegensatz zur Denervation, zur Durchtrennung des Pectineus-Muskels und der Goldimplantation behandelt diese Methode die HD nicht nur symptomatisch, sondern ursächlich, indem sie das kranke Gelenk ersetzt. Die Hüftendoprothese wird angewendet, wenn gelenkerhaltende Operationen bei einer hochgradigen HD mit schweren Arthrosen keine Aussicht auf Erfolg haben und/oder der Besitzer rein symptomatische HD-Operationen ablehnt.
Der Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks sollte erst nach dem Schluß der Wachstumsfugen erfolgen. Bei kleineren Hunden wird oft der Femurkopfresektion der Vorzug gegeben, so daß der künstliche Hüftersatz vorwiegend bei mittelgroßen bis großen Hunden angewendet wird.
Nach dem vergleichsweise großen Eingriff müssen die Hunde i.d.R. mehrere Tage in der Klinik bleiben.
Zu den wichtigsten möglichen Komplikationen zählt die Luxation (Auskugelung) des Prothesenkopfes, die sich meist innerhalb der ersten vier Wochen nach der OP zeigt.
Deshalb muß die Bewegung des Hundes in der frühen postoperativen Phase strikt eingeschränkt werden.
Die Risiken der Hüftendoprothese liegen zum einen in einer Knocheninfektion durch Keime und zum anderen in der Pfannen- und /oder Schaftlockerung.
In beiden Fällen muß die Prothese wieder entfernt werden, wobei zu beachten ist, daß eine erneute Implantation nicht mehr möglich ist.
Trotz dieser Risiken bietet die Totalendoprothese aufgrund einer hohen Erfolgsquote für Hunde mit ausgeprägter HD eine vielversprechende Prognose, was auch durch Langzeitstudien belegt ist.
Dennoch sollte man nicht nachobenvergessen, daß diese OP auch die aufwendigste, risikoreichste und teuerste aller erläuterten Maßnahmen ist.

Quelle: http://www.hundereha.de/Therapiemethoden/therapiemethoden.html#pectineus
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BeitragThema: Denervation ( durchtrennung schmerzleitenden Nervenfasern )   Do Apr 12, 2012 1:00 am

Denervation

Bei der Denervation werden die schmerzleitenden Nervenfasern am Hüftgelenk operativ durchtrennt, um den Hunden die aus der HD resultierenden Schmerzen größtenteils zu nehmen.
Es werden somit die Symptome (Schmerzen) und nicht die Ursache (krankes Hüftgelenk und daraus entstehende Arthrose) bekämpft.
Die Denervationsoperation stellt nach Ansicht vieler Tierärzte eine beachtenswerte Alternative zu anderen operativen Verfahren (z.B. einer Endoprothese) dar.
Der im Vergleich zu einer künstlichen Hüfte verhältnismäßig kleine Eingriff ist mit weniger Risiken und Kosten verbunden.
Nach Abschluß der Wundheilung ist der Hund weitgehend beschwerdefrei.
Die vermehrte Bewegungsfreude führt zu einer trainingsbedingten Kräftigung der Hüft- und Oberschenkelmuskulatur, was zur Stützung des weiterhin kranken Hüftgelenks sehr wichtig ist.
Die Denervierungs-OP ist bei einer relativ geringen Belastung des Hundes an beiden Hüftgelenken in einer OP durchführbar.
Die Hunde können noch am Tage des Eingriffs nach Hause entlassen werden mit der Auflage eines 7-tätigen Leinenzwangs.
Als potentielle postoperative Komplikation wird das Wiederzusammenwachsen der Nervenenden mit erneut auftretenden Schmerzen genannt. Dies ist jedoch, wenn man die Langzeiterfolge dieser Methode betrachtet, eher die Ausnahme.
Oft wird die Denervation noch mit der Durchtrennung des Pectineus-Muskels kombiniert und ermöglicht auch später noch die Durchführung anderer OP-Methoden wienachoben z.B. ein neues Hüftgelenk, Entfernung des Hüftkopfes oder die Goldimplantation.

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