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Tini
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BeitragThema: Verbreitung   Do Feb 05, 2015 7:14 pm

Vorkommen:



Wölfe kommen fast in der gesamten Holarktis und in den nördlichen Regionen der Paläotropis vor. Damit gehört der Wolf zu den am weitesten verbreiteten Säugetieren überhaupt. In der Neuen Welt wird das nördliche Nordamerika inklusive Grönland besiedelt. Das nördliche Asien wird weitflächig bewohnt. Einige Unterarten des Wolfes treten auch vom Nahen Osten bis nach Indien in Erscheinung. In Europa war der Wolf in historischer Zeit weitflächig vertreten. Heute ist die Art in den meisten Ländern des westlichen Europas nahezu ausgestorben. Laut der Roten Liste der IUCN ist der Wolf in Afghanistan, Albanien, Armenien, Aserbaidschan, Weißrussland, Bhutan, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Kanada, China, Kroatien, in der Tschechischen Republik, in Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Georgien, Deutschland, Griechenland, auf Grönland, in Ungarn, Indien, im Iran und Irak, in Israel, Italien, Jordanien, Kasachstan, Korea, Kirgisistan, Lettland, Libyen, Litauen, Mazedonien, Mexiko, Moldau, in der Mongolei, in Montenegro, Myanmar, Nepal, Norwegen, im Oman, in Pakistan, Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Saudi-Arabien, Serbien, in der Slowakei, in Slowenien, Spanien, Schweden, Syrien, Tadschikistan, in der Türkei, in Turkmenistan, Ukraine, in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in den Vereinigten Staaten, in Usbekistan und im Jemen verbreitet. Als ausgestorben gilt der Wolf in Österreich, Belgien, Irland, Japan, Luxemburg, in den Niederlanden, in der Schweiz und in Großbritannien.



Lebensraum:

In dem riesigen Verbreitungsgebiet treten Wölfe in verschiedenen natürlichen Zonen in Erscheinung. Dies zeugt vor allem von einer großen Anpassungsfähigkeit. Besiedelt werden die Tundra, die Taiga, Gebirgsregionen, Steppen, Wüste, Halbwüsten und Wälder. Charakteristisch sind auch die weiten Wanderungen von Wölfen beispielsweise bei Nahrungsknappheit. In waldreichen Regionen, insbesondere im Gebirge sind die Wanderungen jedoch durch das Landschaftsrelief eingeschränkt. Die Reviergröße eines Rudels variiert je nach Lebensraum sehr stark. Es reicht von 30 oder 40 km² bis hin zu 1.000 km². In kargen Regionen wie beispielsweise die Tundra, Wüsten oder Steppen können die Reviere durchaus eine Größe von 500 bis 1.000 km² oder mehr aufweisen. In Wäldern sind die Reviere deutlich kleiner. Die größten Reviere von bis zu 1.250 km² lassen sich in der Tundra und Waldtundra Kanadas insbesondere in den Nordwest-Territorien nachweisen. Einen entscheidenden Einfluss auf die Reviergröße einer Landschaftsform hat die Populationsdichte. Die Populationsdichte geht einher mit den vorhandenen Nahrungsressourcen und Unterschlupfmöglichkeiten sowie dem Jagddruck durch den Menschen.


Beliebtes Beutetier in Nordamerika: der Weißwedelhirsch (Odocoileus virginianus)

Dabei gilt auch: je geringer die Siedlungsdichte, desto größer die Reviergröße eines Rudels. Jahreszeitlich kann es auch zur Verlagerung des Reviers eines Rudels kommen. So konnte nachgewiesen werden, dass die Territorien der Wolfsrudel in Minnesota, den USA, im Winter kleiner sind und sich an die Wintereinstandsgebiete der Weißwedelhirsche (Odocoileus virginianus) anpassen. Die Größe eines Reviers kann sich auch an die Populationsdichte von Beutetieren orientieren. Merkliche Auswirkungen auf die Reviergröße haben, wie bereits angesprochen, auch jahreszeitliche Schwankungen. Diese hängen im Wesentlichen mit dem Nahrungsangebot zusammen. In offenen Landschaften, in denen beispielsweise Huftiere (Ungulata) zum Teil weite Wanderungen unternehmen, kann für ein Wolfsrudel das Angebot an Nahrung knapp werden. In diesen Fällen ist eine deutliche Zunahme der Reviergröße zu beobachten. Dies ist insbesondere in offenen Landschaften wie der Tundra oder der Taiga der Fall. Ähnliches gilt in einigen Regionen für den Mangel an Unterschlupfmöglichkeiten. In Gebirgen sieht der Fall jedoch anders aus, da sich die Einstandsgebiete von Huftieren auf kleine Areale beschränken und sich die Reviere der Wölfe damit überschneiden oder decken. In waldreichen Regionen sind die Reviere und im Sommer annähernd gleich groß, da das Nahrungsangebot hier keinen großen Schwankungen unterliegt.

In der osteuropäischen Taiga leben Wölfe vor allem in landwirtschaftlich erschlossenen Regionen. Die Wolfsrudel sind hier relativ standorttreu und leben vor allem zur Fortpflanzungszeit in abgelegenen Waldgebieten, meist entlang von Flüssen oder Bächen. Bevorzugt werden vor allem Nadelwälder, bewaldete Trockentäler und Sumpfgebiete. Im Herbst zieht es die Rudel oftmals an Waldränder oder Kahlschlägen mit entsprechendem Dickicht. Während dieser Zeit werden aber auch Mähwiesen, Felder, Gewässerufer besiedelt. In einigen Regionen wie beispielsweise Weißrussland ist eine besonders enge Bindung an Waldbiotope zu beobachten. Ähnliches gilt für einsame Sumpfgebiete, in denen vor allem das Angebot an Huftieren groß ist. Durch das Zurückdrängen durch den Menschen haben Wölfe in den letzten Jahrzehnten zahlreiche Lebensräume erschlossen. So sind Wölfe in Osteuropa und dem westlichen Asien auch in reinen Wüsten mit kleineren Oasen anzutreffen. An solchen Orten versammeln sich auch viele andere Tiere, die den Wölfen als Nahrung dienen. In anderen Regionen wie zum Beispiel dem Gebirge zeigt sich ebenfalls eine starke Abhängigkeit von bestimmten Wildtieren. So sind Wölfe besonders an exponierten Hanglagen mit unterschiedlicher Höhenlage zu finden.

Wanderungen:


Von Wölfen als Winterquartier genutzt: die Alpen östlich des Gardasees (Italien).

Wölfe sind zum Teil territorial nicht gebunden und legen anders als andere Raubtiere zum Teil weite Wanderungen zurück. Der Wolf verfügt demnach über eine ausgesprochen hohe Mobilität. Nicht alle Wölfe wandern gleich weite Strecke. Der Anteil der wandernden Wölfe an der Gesamtpopulation liegt bei rund 40%. Die restliche Population gilt als mehr oder weniger reviertreu. Die Wanderungen, insbesondere die Fernwanderungen, nehmen zu, wenn sich die Population lichtet oder aber die Bestandsdichte sehr hoch ist. Wanderungen werden vom Menschen üblicherweise mittels der Radiotelemetrie verfolgt. In Nordamerika konnten Fernwanderungen von bis nahezu 900 Kilometer festgestellt werden. Aus dem westlichen Europa liegen nur wenige Messdaten vor. Arealerweiterungen, die mit Wanderungen einhergehen, sind in der alten Welt insbesondere aus Osteuropa und Asien bekannt. Die in Osteuropa bekannten Wanderungen erstrecken sich über Entfernungen von 70 bis 300 Kilometer. Bei den Wanderungen handelt es sich in der Regel um saisonale Wanderungen.

Wölfe folgen in der Regel den großen Herde von Huftieren, die zu ihrer Hauptnahrung zählen. Hier sind beispielsweise die Herden mit Rentieren (Rangifer tarandus) zu nennen. Den Huftierherden folgen vor allem jüngere Wölfe. Ältere Wölfe sind deutlich reviertreuer. Eine Abwanderung kann auch mit der Abwanderung einzelner Wölfe eines Rudels einhergehen, was eine Verkleinerung bestehender Wolfsrudel zur Folge hat. Ortswechsel werden als Teil des Territorialverhaltens angesehen. Ortswechsel sind insbesondere wegen der Überprüfung und Erneuerung der Reviermarkierungen und der Kontrolle des Reviers. Dabei gilt: je geringer die Bestandsdichte desto größer der Bewegungsdrang und die damit verbundene Mobilität.

Im Umkehrschluss müsste mit einer erhöhten Bestandsdichte mit einer sinkenden Mobilität einhergehen. Dem ist jedoch nicht so, da bei einer erhöhten Bestandsdichte die angespannten territorialen Beziehungen die Tiere zum Abwandern drängen. Auch müssen in diesem Fall die Reviermarkierungen öfters erneuert oder kontrolliert werden. Die stark erhöhte Mobilität nicht-territorialer Wölfe ist bei hoher Bestandsdichte eine Anpassung zur Arealerweiterung, bei intensiver Verfolgung und verringerter Bestandsdichte zum Abwandern in Refugialräume. Im Ergebnis ist die stark zunehmende Mobilität und die Fernwanderungen eine Veränderung der räumlichen Struktur der Population.


Quelle: Tierdoku.de
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