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 Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen

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Tini
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BeitragThema: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 9:33 pm

Blauer Eisenhut und weitere Arten (Aconitum spec. Hahnenfußgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Blaue Eisenhut, gewöhnlich die am meisten verbreitete Art, hat dunkelblaue Blüten, die in einer dichten, endständigen Traube sitzen. Das obere Blütenblatt gleicht einem Helm und ist breiter als hoch.
Die Laubblätter sind handförmig 5 - 7fach geteilt. Die Pflanze wird 50 - 150 cm hoch und blüht von Juni - September.
Ferner wachsen in unseren Breiten u. a. der Wolfs-Eisenhut (Aconitum lycoctonum ssp.lcoctonum; Aconitum lycoctonum), der Gelbe Eisenhut (Aconitum vulparia), vielfach in Skandinavien der Nordische Eisenhut (Aconitum septentrionale) Bunte Eisenhut (Aconitum variegatum), der Rispige Eisenhuts (Aconitum paniculatum) sowie der Blassgelbe Eisenhut (Aconitum anthora).
Alle Arten und Züchtungen sind sehr stark giftig.

Standort und Verbreitung:
Der Blaue Eisenhut wächst auf feuchten Weiden, Hochstaudenfluren und in höheren Berglagen. In den Alpen findet man die Pflanze bis zu einer Höhe von 2500 m.
Er bevorzugt nährstoffreiche Böden und hat sein Verbreitungsgebiet in Mittel- und Westeuropa. Man findet ihn in den Pyrenäen und auch noch in Südskandinavien.
Der Blaue Eisenhut und seine Zuchtvariationen sind auch beliebte Gartenpflanzen und werden als Schnittblumen verkauft.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Eisenhut ist die giftigste Pflanze Europas. Er enthält vorwiegend in den Knollen, aber auch sonst in der ganzen Pflanze das stark wirksame Alkaloid Aconitin.
Schon wenige Gramm der Pflanze (entsprechend 3 - 6 mg Aconitin) können für einen Erwachsenen tödlich wirken. Das Gift ist auch in der Lage durch die Haut einzudringen. Somit sind insbesondere Kinder gefährdet, die beim Spiel Pflanzenteile abpflücken und verschlucken.
Vergiftungserscheinungen zeigen sich schon nach 10 - 20 Minuten. Zuerst tritt ein Kribbeln im Mund, in Fingern und an den Zehen auf. Es kommt zu Schweißausbrüchen und Erbrechen, starken Koliken und Durchfällen. Die Körpertemperatur sinkt ab, die Atmung wird unregelmäßig, der Blutdruck sinkt, der Tod erfolgt durch Herzversagen oder Atemstillstand. Der Exitus erfolgt bei starker Vergiftung schon nach 30 - 45 Minuten. Der Patient ist die ganze Zeit bei vollem Bewußtsein und leidet stärkste Schmerzen.

Tiergiftig:
Eisenhut ist für folgende Tierarten sehr giftig: Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Schafe, Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich in starkem Speichfluss, Pupillenvergrößerung, Erregungen, Unruhe, Durchfällen, Krämpfen, erhöhte Körpertemperatur, Herzrhythmusstörungen und aufsteigende Lähmung mit Lähmung von der Gesichtsmuskeln und der Zunge. Der Tod tritt unter starken Schmerzen durch Atemlähmung oder Versagen des Kreislaufes ein, wobei die tödliche Dosis beim Pferd ist 200 – 400g der frischen Pflanzenteile ist, möglicherweise aber auch deutlich weniger; beim Hund 5 g der getrockneten Wurzel. Ziegen soll der Eisenhut nichts anhaben, er wird aber meist von ihnen verschmäht.


Buchsbaum (Buxus sempervirens Buchsbaumgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Buchsbaum wächst als Strauch oder auch als Baum und wird bis zu 4 m hoch.
Die kleinen gelben Blüten sitzen zu mehreren in den Blattachseln. Ihre Blütezeit ist von März - Mai.
Die Laubblätter des Buchsbaums sind immergrün, stehen sich gegenüber, sind ledrig und eiförmig.

Standort und Verbreitung:
Der Buchsbaum ist wild sehr selten zu finden. Er gedeiht an Hängen und in lichten Wäldern. In Deutschland findet man den Strauch im Rhein-, Moselgebiet sowie in Teilen des Schwarzwaldes.
Viel häufiger allerdings trifft man ihn als Zierstrauch in Gärten, Parks und auf Friedhöfen in verschiedenen Variationen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Alle Teile der Pflanze, vor allem aber die Blüten und die junge Rinde enthalten das Alkaloid Cyclobuxin.
Die Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Durchfälle, Überregbarkeit und Krämpfe.
Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungen und sogar zum Tod durch Atemlähmung kommen. Dies geschieht gewöhnlich nur bei falscher Anwendung der Pflanze in der Volksheilkunde.

Tiergiftig:
Schweine, die nur 500 g Buchsbaum gefressen haben, erlitten Atembeschwerden, Krämpfe mit erheblichen Schmerzen, etliche Tiere starben. Für Pferde sind 750 g Buchsbaumblätter tödlich. Auch Rinder und Kühe, insbesondere Jungtiere sind gefährdet. Buchsbaum ist weiterhin giftig für Hunde und Katzen sowie für Nager, wie z. B. Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel.


Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html

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BeitragThema: Re: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 9:37 pm

Eibe (Taxus baccata Eibengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Eibe ist ein immergrüner Nadelbaum, der eine Höhe von 20 m erreichen kann.
Es gibt Bäume mit weiblichen sowie mit männlichen Blüten. Die männlichen sind gelb und stehen kätzchenartig in den Achseln der Nadeln, die weiblichen weisen nur eine Samenanlage auf. Die Eibe blüht von März - April.
Die giftigen Samen reifen im Herbst in einem erst grünen, später roten, fleischigen Samenmantel heran.
Die Nadeln der Eibe sind weich und relativ breit.

Standort und Verbreitung:

Der Baum wächst in Laubmischwäldern und benötigt kalkhaltigen Boden.
Man findet ihn auch häufig in Parkanlagen und Gärten. Sogar in der Nähe von Kinderspielplätzen ist die Eibe angepflanzt, was absolut unverständlich ist, da die Nadeln und Samen hoch giftig sind.
Die Eibe hat ihre natürliche Verbreitung in ganz Europa, ist aber selten geworden, da sie früher ihres Holzes wegen in vielen Gegenden fast ausgerottet wurde.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Nadeln und Samen enthalten das herzwirksame Alkaloid Taxin, der rote Samenmantel ist giftfrei. Die Wirkung auf das Herz ist stärker als die der Fingerhutblätter.
Die ersten Vergiftungserscheinungen beginnen bereits nach etwa einer Stunde. Es kommt zu Erbrechen, Durchfällen, zu Schwindelgefühl, Leibschmerzen, zur Pupillenerweiterung und schließlich zu Bewußtlosigkeit.
Außerdem verfärben sich die Lippen des Patienten rot, die Herzfrequenz beschleunigt sich erst, um sich danach immer mehr zu verlangsamen. Der Blutdruck sinkt ab, und es erfolgt oft schon nach 1 1/2 Stunden der Tod durch Herzstillstand.
Auch das Einatmen des Blütenstaubes soll gefährlich sein; in England sollen dadurch 5 Rentner gestorben sein. Somit sind auch allergische und brochialasthmatische Reaktionen durch das Einatmen des Blütenstaubes möglich. Auch Bienen meiden wohl die Eibenblüten.

Tiergiftig:
Die Eibe ist tödlich giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine, Katzen und Hunde, Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, Ratten, Mäuse und für Vögel. Vergiftungserscheinungen sind Speichelfluss, die Tiere haben Schaum vor dem Maul, weiterhin starke Entzündung von Magen und Darm, Krämpfe, Durchfall oder auch Verstopfung, ferner Blasenentzündung verbunden mit zuerst starkem, später vermindertem Harndrang, Taumeln, Herz- und Kreislaufkollaps und Atemlähmung. Die tödliche Dosis nach Aufnahme der Eibennadeln liegt für Pferde liegt bei 100 -200 g; der Tod kann bereits nach 5 Minuten eintreten. Eine Verwechslung der Eibe mit Nadelbäumen ist möglich.
Eibenschnitt darf unter keinen Umständen auf Pferdeweiden entsorgt werden.
Für Rinder und Kühe, Schafe und Ziegen ist die tödliche Dosis etwa 10 g pro Kilo Körpergewicht, der Tod tritt bei Rindern nach 2 Tagen ein, auch reduziert sich die Milchleistung der Kühe. Für die anderen Tiere ist zu erwarten, dass die tödliche Menge deutlich geringer ist; beim Hund ist die tödliche Dosis 30 g Nadeln.
Für Landschildkröten ist die toxische Menge sehr gering, es reichen schon wenige Nadeln.


Engelstrompete, Stechapfel Brugmansia spec., Datura stramonium
Nachtschattengewächse

Bestimmungsmerkmale:

Die Engelstrompete oder Trompetenbaum (Tromptenbaum nicht verwechseln mit dem Amerikanischen Trompetenbaum Catalpa bignonioides, siehe Bild) fällt durch Ihre bis zu 20 cm langen, trichterförmigen Blüten auf. Die Farbe der Blüten ist entsprechend der Art oder Zuchtform weiß, gelb und rosarot.
Sie wächst als kleiner Baum und erreicht eine Höhe bis zu 2 m.
Der Stechapfel hat weiße, manchmal auch hellblaue Blüten, die 5 - 8 cm lang werden. Die Blüten beider Gattungen verströmen einen starken, betäubenden Geruch, der leichte Vergiftungserscheinungen hervorrufen kann. Die Blütezeit ist von Juni - September. Im Herbst reift die walnußgroße, kastanienartige Frucht heran. Sie ist beim Stechapfel stachelig, bei der Engelstrompete ohne Stacheln und wird 5 - 7 cm lang. Ihre Farbe ist grün. Die Stechapfelfrucht enthält süß schmeckende, blauschwarze Samen.
Die Laubblätter der Pflanze riechen unangenehm, sind buchtig gezähnt und werden bis zu 20 cm lang.
Der Stechapfel erreicht eine Höhe von 30 - 100 cm.
Bei der Engelstrompete unterscheidet man folgende Arten: Brugmansia suaveolens, B. candida, B. sanguinea sowie innerhalb der Arten verschiedene Zuchtvariationen.

Standort und Verbreitung:
Engelstrompeten wachsen häufig als Zierpflanzen in Gärten und Parkanlagen
Stechapfel findet man auf Ödland, Schutt und an Wegen. Er benötigt lockeren, stickstoffhaltigen Boden.
Sein Verbreitungsgebiete ist ganz Europa, er ist aber ziemlich selten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanzen enthalten (S)-Hyoscyamin und in jungen Pflanzen auch geringe Mengen Scopolamin. Das Atropin, das sowohl in Stechapfel wie in Tollkirsche vorkommt, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus (S)-Hyoscyamin und (R)-Hyoscyamin. Eine genauere Beschreibung zur Chemie finden Sie bei www.Giftpflanzen.com unter der Pflanzenbeschreibung der Tollkirsche.
Die Vergiftungserscheinungen sind denen des Bilsenkrautes und der Tollkirsche sehr ähnlich.
Insbesondere Samen und Blüten stellen für Kinder eine große Gefahr dar, weil sie im unreifen Zustand süß und schmackhaft sind. 15 - 20 Samen gelten für Kinder als tödliche Dosis.
Die Vergiftungssymptome sind stark erweiterte Pupillen (Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, Trockenheit der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich, woraus sich Schluck- und Sprachstörungen ergeben.
Hautrötung und Pulsbeschleunigung, wie sie bei einer Tollkirschenvergiftung typisch sind, können bei Vergiftung mit Stechapfel fehlen, da der Gehalt an Scopolamin höher und der Atropinanteil niedriger ist als bei der Tollkirsche. 2 - 4 Stunden nach der Giftaufnahme können starke Halluzinationen auftreten, die mitunter tagelang anhalten. Starke Vergiftung führt zu motorischer Unruhe des Patienten, zu Weinkrämpfen und Rededrang sowie zu Raserei und Tobsuchtsanfällen, ferner erfolgt Bewußtlosigkeit und narkoseähnlicher Schlaf. Der Tod tritt durch Atemlähmung ein.

Vielfach entstehen Vergiftungen mit Stechapfel und Trompetenbaum dadurch, dass er als Teeaufguß oder auch geraucht als Rauschmittel eingenommen wird.
Ich kann jeden nur eindringlich warnen mit Stechapfel irgend welche Experimente zu machen. So mancher, der es versucht hat, fand sich hinterher in der Psychatrie wieder oder trug andere gravierende körperliche Schäden davon. Natürlich besteht auch das Risiko sein Leben zu verlieren. Ihr sollte auch auf keinen Fall irgendwelchen “Erfahrungen” oder “Dosierungsanweisungen” vertrauen. Es ist durchaus möglich, dass die Wirkstoffe bei verschiedenen Pflanzen auch verschieden hoch ausfallen. Also bitte, lasst die Finger vom Stechapfel oder vom Trompetenbaum und natürlich auch von allen anderen biogenen Drogen.

Tiergiftig:
Die Giftstoffe wirken auf Tiere nicht so stark, wie auf den Menschen. Dennoch ist der Stechapfel und die Engelstrompete giftig für Pferde, Rinder, Schweine, Hunde und Katzen, für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel. Bei Pferden und Rindern kann es zu Vergiftungen kommen, wenn das verfütterte Sojaschrot mehr als 0,3 % Stechapfelsamen enthält. Die Symptome einer Vergiftung sind Erregung, Schluckbeschwerde, trockene Schleimhäute, Pupillenerweiterung und Sehstörungen, Durchfall sowie Herzrhythmusstörungen.


Frühlings-Adonisröschen (Adonis vernalis Hahnenfußgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Das Frühlings-Adonisröschen erkennt man leicht an seinen 3 - 7 cm großen, goldgelben Blüten. Sie haben 10 - 25 Blütenblätter und blühen von April - Mai.
Die Pflanze hat gefiederte Laubblätter, deren Zipfel gespalten sind, sie wird 15 - 25 cm hoch.
Eine Verwandte ist das rot blühende Sommer-Adonisröschen oder Sommer-Teufelsauge (Adonis aestivalis) sowie das Brennendrote Teufelsauge (Adonis flammea).

Standort und Verbreitung:

Man findet das Frühlings-Adonisröschen auf Trocken- und Halbtrockenrasen, auf sonnigen Hängen und in Kiefernwäldern. Die Pflanze ist sehr selten und geht ständig zurück. Sie liebt lockeren, sandigen Kalkboden.
Außer im Westen hat die Pflanze ihre Verbreitung in ganz Europa. In Deutschland kommt es noch in der südlichen und nördlichen Rheinebene (Mainzer Sand), im nördlichen oberrheinischen Löß- und Kalkhügelland, in den mainfränkischen Platten, in der Garchinger Heide (Oberbayern), in Thüringen, in der Gegend um Halle und Magdeburg und in Brandenburg vor.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Adonisarten enthalten Herzglycoside und sind in Ihrer Wirkung der des Roten Fingerhutes sehr ähnlich.
Der Vergiftungsverlauf zeigt sich in Übelkeit und Erbrechen, Krämpfen und Durchfällen. Weiterhin kann es zu Störungen des Herzrhythmus und auch zu Atemnot kommen. Bereits 0,02 g des Giftes führen zu Erbrechen und Durchfall.

Tiergiftig:

Adonisröschen wirkt giftig auf Pferde, Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster, Meerschweinchen, etc. Vergiftung zeigt sich in Erbrechen, blutigem Durchfall; die Tiere sind benommen und taumeln, es kommt zu Herzrhythmusstörungen und bei entsprechend starker Vergiftung zum Herzstillstand.


Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html

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BeitragThema: Re: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 9:43 pm

Goldregen (Laburnum anagyroides Schmetterlingsblütengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Goldregen wächst als Strauch und erreicht eine Höhe von 5 - 6 m, mitunter wird er auch über 15 m hoch.
Seine gelben Schmetterlingsblüten sind etwa 2 cm groß und hängen in etwa 30 cm langen Trauben. Die Blütezeit ist von Mai - Juni.
Die Blätter sind dreiteilig gefiedert, die Einzelblättchen haben eine längliche, elliptische Form und ähneln Kleeblättern.
Die dunkelbraunen bis schwarzen Samen entwickeln sich in einer grünen, bohnenähnlichen Fruchthülse, die etwa 6 - 8 cm lang wird, sich aber später braun verfärbt. Der Goldregen trägt keine Dornen

Standort und Verbreitung:

Die Pflanze hat ihre natürliche Verbreitung in Süd- und Südosteuropa. Bei uns wächst der Strauch fast ausschließlich angepflanzt in Gärten und Parks. Dort findet man oft Bastarde des Goldregens. Er bevorzugt lockeren, kalkhaltigen Boden.
An Kinderspielplätzen sollte der Goldregen seiner starken Giftigkeit wegen niemals angepflanzt werden.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält die Alkaloid Cytisin, Laburamin, Laburnin und N-Methylcytisin.
Die gesamte Pflanze ist giftig; die höchste Konzentration an Giftstoffen findet sich im Spätherbst in den ausgereiften Samen. Auch im getrockneten Zustand bleiben die Wirkstoffe erhalten.
Die höchste Konzentration an Giftstoffen findet sich in den Samen.
Vor allem Kinder sind gefährdet, die beim Spiel Samen verschlucken oder an den Blüten saugen.
Als tödliche Dosis gelten 3 - 4 Schoten, entsprechend 15 - 20 Samen.
Nach bereits 3 eingenommenen Samen beginnen die ersten Vergiftungserscheinungen, die bereits nach 1/4 Stunde auftreten können.
Diese zeigen sich durch Übelkeit, Erbrechen (teilweise blutig und mitunter stundenlang), Brennen in Mund und Rachen sowie Magenbeschwerden. Der Patient leidet unter Schweißausbrüchen, Schwindelgefühl und Kopfschmerzen. Stärkere Vergiftung führt zu erhöhtem Herzschlag, Halluzinationszuständen, Muskelzucken, Bewußtlosigkeit und Krämpfen.
Bei entsprechender Giftaufnahme tritt Tod durch Atemlähmung nach 1 - 9 Stunden, mitunter auch erst nach einigen Tagen ein. Der Giftstoff Cytisin wirkt somit zuerst erregend und danach lähmend auf den Organismus.
Da nach der Giftaufnahme meist spontanes Erbrechen erfolgt und die Giftstoffe nur langsam aufgenommen werden, sind Vergiftungen mit tödlichem Ausgang zum Glück selten.
Eine Goldregen-Vergiftung ist mit einer Nikotin-Vergiftung vergleichbar.
Eltern mit kleinen Kindern sollten nach Möglichkeit keinen Goldregen im Garten anpflanzen und auch besonders darauf achten, ob die Pflanze an Spielplätzen wächst.

Tiergiftig:
Goldregen ist giftig für Pferde sowie für Rinder und Kühe. Bei Kühen und Ziegen werden die Giftstoffe über Milch ausgeschieden und können so zu Vergiftungen beim Menschen führen, wenn diese Milch getrunken wird. Weiterhin ist die Pflanze stark giftig für Katzen und Hunde, Hasen, Kaninchen und andere Nager, wie Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Die Tiere erbrechen das Gift meist sofort; der Tod kann aber auch eintreten und dies bereits nach 1 Stunde. Die Symptome bei einer Goldregenvergiftung sind Schweißausbruch, Erregung, danach Dämpfung, die Tiere zittern und atmen schwer. Weiterhin kommt es zum Anstieg des Blutdrucks und schnellerem Puls. Die Tiere leiden unter Gleichgewichtsstörungen, Krämpfen, Muskelzucken und Magen- Darmbeschwerden.
Der Tod tritt durch Alemlähmung ein. Beim Pferd reicht die Menge von 250 – 300 g der Samen.


Grüne Nieswurz (Helleborus viridis Hahnenfußgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Pflanze ist leicht an ihrer grünen Blüten mit den 5 Blütenblättern zu erkennen. Die Blütezeit ist von März - Mai.
Die Laubblätter der Grünen Nieswurz sind wintergrün, wie bei den anderen Nieswurzarten auch. Sie sind 7 - 11fach geteilt, am Rand scharf gesägt und stehen am Grund der Pflanze. Sie wird 15 - 40 cm hoch.
In Gärten findet man häufig Zuchtformen mit violetten Blütenblättern.

Standort und Verbreitung:
Die Grüne Nieswurz wächst in Ost- und Mitteleuropa in Laub- und Laubmisch-wäldern. Sie braucht kalkhaltigen, nährstoffreichen und feuchten Boden.
Die Pflanze ist sehr selten zu finden.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Grüne Nieswurz enthält herzwirksame Glycoside und Protoanemonin.
Die Vergiftungserscheinungen sind Kratzen in Mund und Rachen bedingt durch Reizung der Schleimhäute. Ferner kommt es zu Erbrechen und Durchfällen, zu unregelmäßigem Herzschlag, zu Unruhe und Krämpfen. Lähmungen können Atemstillstand zur Folge haben.

Tiergiftig:
Nieswurzarten sind giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen und andere Nager wie Meerschweinchen und Hamster, aber auch für Vögel. Die Symptome sind Erbrechen, Durchfall, Koliken, nervöse Erregung und Lähmung.


Gefleckter Schierling (Conium maculatum Doldengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die weißen Blüten des Gefleckten Schierlings haben 5 Blütenblätter und stehen in Dolden, die aus 7 - 15 Strahlen bestehen. Am Grund der Dolden sitzen zahlreiche Hüllblättchen. Die Pflanze blüht von Juni - August und entwickelt graugrüne bis bräunliche, gekerbte Früchte. Die Laubblätter sind 2 - 3fach gefiedert, ihre Oberseite ist dunkelgrün, die Unterseite graugrün gefärbt. Die einzelnen Blattabschnitte sind grob gezähnt. Der Stengel des Gefleckten Schierlings ist hohl, fein gerillt und bläulich bereift. Im unteren Bereich ist der Stengel rot gefleckt. Die Pflanze wird 1 - 2 m hoch und riecht mitunter unangenehm nach Mäuseharn.
Eine Unterscheidung des Gefleckten Schierlings mit anderen Doldengewächsen ist für den Laien recht schwierig. So ist insbesondere beim Sammeln von ähnlichen Pflanzen als Wildgemüse und Gewürz, wie Kerbelkraut, Samen von Kümmel und Anis sowie Petersilienwurzeln äußerste Vorsicht und genaue Bestimmung der Arten erforderlich.

Standort und Verbreitung:
Der Gefleckte Schierling wächst auf Brachland, an Wegen, auf Äckern und auch in Gärten. Er braucht stickstoffhaltigen, feuchten Lehmboden.
Man findet ihn in Mittel- und Südeuropa, bis nach Südskandinavien.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Schierling zählt zu den giftigsten Pflanzen, die wir kennen.
Die gesamte Pflanze, vor allem aber die unreifen Früchte, enthalten das stark giftige Alkaloid Coniin.
Dieses Gift kann auch sehr schnell durch die Haut eindringen.
Bei einer Vergiftung kommt es zu Brennen im Mund, zu erhöhtem Speichelfluß, Schluckbeschwerden und Lähmung der Zunge. Der Vergiftete leidet unter starkem Erbrechen, unter Durchfall und unter Schweißausbrüchen. Bei tödlichen Dosen beginnt aufsteigende Lähmung in den Füßen, die sich über den ganzen Körper fortsetzt. Der Tod kann schon nach 30 Minuten durch Atemlähmung erfolgen. Der Patient ist dabei meist bei vollem Bewußtsein.

Tiergiftig:
Die Pflanze ist auch für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen und für Vögel stark giftig. Die frischen Pflanzen werden von Weidetieren gewöhnlich gemieden, was aber in keiner Weise eine Sicherheit darstellt. Mich erreichte eine Mail, in der mir eine Pferdebesitzerin mitteilte, dass ihr schon älteres und somit vermeintlich erfahrenes Pferd am Schierling gestorben war, obwohl die Pflanze schon jahrelang längs der Weide wuchs. Vermutlich hat es die unreifen Samen gefressen. Die Giftstoffe sollen im Heu unwirksam sein. Die Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluß, Unlust zum Fressen, kein Wiederkäuen, erst verlangsamter, dann erhöhter Puls, aufsteigende Lähmung bis zum Erreichen der Atmung, schließlich Tod durch Atemlähmung. Sauen werfen nach einer Schierlingsvergiftung missgebildete Ferkel. Die tödliche Dosis für Rinder liegt bei 4 Kg des frischen Krauts.


Gemeiner Seidelbast (Daphne mezereum Seidelbastgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Gemeine Seidelbast ist ein Strauch, der 1 - 2 m hoch wächst.
Seine rosafarbenen Blüten erscheinen vor den Blättern von März - Mai und sitzen direkt an den holzigen Stengeln. Sie haben 4 Blütenblätter und verströmen einen starken Duft. Im Juli - August reifen die eiförmigen, roten Beeren heran.
Die Laubblätter des Strauches haben eine lanzettliche (lorbeerähnliche) Form.
Weitere Arten sind der Gestreifte Seidelbast (Daphne striata), der überwiegend in den Alpen wächst, der Rosmarin-Seidelbast (D. cneorum), der weiß blühende Alpen-Seidelbast (D. alpina), der in Deutschland nicht vorkommt und der grünliche Blüten und schwarze Beeren tragende Lorbeer-Seidelbast (D. laureola), der vielfach in Südeuropa und auch in England zu finden ist.

Standort und Verbreitung:
Der Gemeine Seidelbast gedeiht in Laub- und Laubmischwäldern auf kalkhaltigem, humusreichen Boden.
Er hat sein Verbreitungsgebiet in ganz Europa, mit Ausnahme des äußersten Westens und Nordens, er wächst bis in 2500 m Höhe.
Der Strauch wird auch als Gartenpflanze gezogen. Familien mit Kindern ist allerdings abzuraten die Pflanze, ihrer hohen Giftigkeit wegen, anzupflanzen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die meisten Giftstoffe sind in der Rinde und in den Samen zu finden. Es handelt sich dabei in der Rinde um Daphnetoxin und in den Samen um Mezerin.
Der Seidelbast gilt als sehr stark giftig. Insbesondere Kinder, die von den roten, fleischigen Beeren essen, sind stark gefährdet.
Die Symptome einer Seidelbastvergiftung sind Brennen und Anschwellen der Mundschleimhäute, der Lippen und der Zunge. Ferner kommt es zu Übelkeit und Erbrechen, Magenbeschwerden, verbunden mit Krämpfen und Durchfällen. Das Gift bewirkt Schädigung der Niere und des Zentralnervensystems, was sich in Schwindelgefühl und Kopfschmerzen äußert. Auch der Kreislauf ist von der Vergiftung betroffen, so kommt es zu Fieber und beschleunigtem Herzschlag, bis hin zu Tod durch Kreislaufkollaps.
Äußerlich bewirkt das Gift Reizungen der Haut mit Blasenbildung.
Die ersten Anzeichen einer Vergiftung treten bereits nach der Einnahme von 4 - 5 Früchten auf, als tödliche Dosis gelten für Kinder 10 - 12 Beeren.
Fast ein Drittel aller Seidelbastvergiftungen verlaufen tödlich!

Tiergiftig:
Der Seidelbast ist tödlich giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hund und Katzen, außerdem für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. 30 g Rinde sind für ein Pferd bereits tödlich, beim Schwein ist die tödliche Menge 3 - 5 g der Beeren. Eine Vergiftung verläuft mit Speichelfluß, Entzündung der Schleimhäute und von Magen und Darm, Magenkrämpfe; es kommt zu blutigem Durchfall, Fieber, Atemnot, Störung des Gleichgewichts, Schädigung des Nervensystems und Kreislaufzusammenbruch.
Tödlich giftig ist der Seidelbast auch für Landschildkröten; es reichen wenige Blätter als letale Dosis aus. Der Tod tritt gewöhnlich nach 2 - 3 Tagen ein.


Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html

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BeitragThema: Re: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 10:03 pm

Herbstzeitlose (Colchicum autumnale Liliengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Herbstzeitlose treibt von August - Oktober ihre rosafarbene bis hell violette Blüte aus der Erde. Die trichterförmige Blüte scheint auf einem "Stiel" zu sitzen, der aber in Wirklichkeit die Blütenröhre darstellt und aus der 15 - 20 cm tief sitzenden Zwiebelknolle entspringt. Die Blätter erscheinen erst im nächsten Frühjahr und haben eine tulpenähnliche Form. Auf dem rechten Bild sieht man in der Mitte die reifende Samenkapsel.
Die Herbstzeitlose wird 5 - 20 cm hoch.
Achtung: Die Herbstzeitlose kann schnell mit dem Bärlauch verwechselt werden, da sich die Blätter stark ähneln.

Standort und Verbreitung:
Die Pflanze wächst auf feuchten Wiesen und Weiden. Sie hat ihr Verbreitungsgebiet in Mittel-, West- und Südeuropa.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Herbstzeitlose enthält das Gift Colchicin, das Ähnlichkeiten mit Arsen aufweist.
Vergiftungen mit der Pflanze sind nicht selten. Da die Herbstzeitlose häufig auf Weiden wächst, ist sie bei der Heuernte für Kinder eine besondere Gefahr, wenn sie mit der Pflanze spielen.
Als tödliche Dosis gelten 2-5 g der Samen (10-20 mg der Giftstoffe). Die ersten Symptome einer Vergiftung beginnen nach 2-6 Stunden.
Zuerst kommt es zu Schluckbeschwerden und zu Kratzen und Brennen im Mund- und Rachenbereich. Es stellen sich Erbrechen, Krämpfe und auch blutige Durchfälle ein. Weiterhin erfolgt Kreislaufschädigung, die sich durch Abfallen der Körpertemperatur, sowie des Blutdrucks bemerkbar macht.
Nach 1-2 Tagen tritt dann der Tod durch Atemlähmung ein. Der Patient ist bis zuletzt bei vollem Bewußtsein.
Vergiftungen entstehen durch Verwechslung der Blätter mit Wildsalat oder der Zwiebelknolle mit der Küchenzwiebel.
Es wird auch berichtet, dass es zu Vergiftung mit tödlichem Ausgang kam, nachdem Milch von Schafen und Ziegen getrunken wurde, die vorher Blätter der Herbstzeitlose gefressen hatten.
Colchizin ist ein Zellgift, welches die normalerweise erfolgende Trennung der Chromosomen bei der Meiose (Reduktionsteilung) verhindert.

Tiergiftig:
Die Herbstzeitlose ist giftig für folgende Tierarten: Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen, Nager, wie z. B. Kaninchen und Hasen, Meerschweinchen und Hamster sowie auch für Vögel.
Bei den Großtieren sind besonders Pferde und Schweine gefährdet; Rinder und Schafe reagieren nicht ganz so empfindlich. Vergiftung kann im Sommer auftreten, wenn die Tiere die Pflanze mit den Samenkapseln fressen und im Herbst durch die Blüten. Vergiftungssymptome sind Verweigerung der Nahrung, Rinder kauen kaum noch wieder, Erbrechen, Speichelfluß, Schweißausbrüche, Koliken und blutiger Durchfall. Es kommt weiterhin zu Kreislaufstörungen und zu Lähmungen. Der Tod tritt bei entsprechend starker Vergiftung nach 1 - 3 Tagen durch Atemlähmung ein. Das Gift wird auch über Milch der Tiere ausgeschieden und kann so auch den Menschen schädigen. Die tödliche Dosis liegt bei Rinder bei 1,5 - 2,5 Kg des frischen Krautes, bzw. bei 2 - 2,5 Kg der getrockneten Pflanzen. Bei Pferden und Schweinen liegt die tödliche Dosis deutlich darunter.


Hundspetersilie (Aethusa cynapium Doldengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Hundspetersilie trägt Doldenblüten, die aus 10 - 20 Strahlen bestehen. An der Aussenseite der Döldchen hat die Pflanze 3 nach unten gerichtete Hüllblätter. Die Blütenblätter sind etwa 1 mm lang.
Der Stengel ist kantig und oft schmutzigrot überlaufen.
Die Blätter der Hundspetersilie glänzen an ihrer Oberfläche und sind 2 - 3fach gefiedert.
Die Pflanze wird bis zu 1 m hoch und blüht von Juni - Oktober.
Die Hundspetersilie wird teilweise mit der Gartenpetersilie verwechselt, was zu schweren Vergiftungen geführt hat. Die Hundspetersilie wird erheblich größer als die Gartenpetersilie, auch hat sie keinen so angenehmen Geruch (riecht fast knoblauchähnlich). Es sind auch Verwechslungen mit der Wilden Möhre vorgekommen.
Der Geschmack der Hundspetersilie ist scharf und brennend.

Standort und Verbreitung:
Die Pflanze wächst auf Lehmboden, an Wegen und Äckern, sowie auf Schutt-plätzen. Sie braucht stickstoffhaltigen Boden.
Man findet sie zerstreut in ganz Europa.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Hundspetersilie enthält unter anderem das Alkaloid Aethusin, das mit dem im Schierling enthaltenen Coniin vergleichbar ist. Der Vergiftungsverlauf ist somit dem des Schierlings ähnlich.
Es kommt zu Brennen im Mund und Rachen, zur Pupillenerweiterung und zu Sehstörungen. Der Patient muß sich erbrechen und leidet unter Durchfällen und Leibschmerzen.
Bei starker Vergiftung trübt sich das Bewußtsein, es beginnt aufsteigende Lähmung, der Patient stirbt letztlich an Atemlähmung. Die ersten Vergiftungsanzeichen beginnen etwa eine Stunde nach Aufnahme des Giftes.

Tiergiftig:

Die Pflanze ist auch für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen, Kaninchen und Meerschweinchen und für Vögel stark giftig. Die Symptome einer Vergiftung sind Speichelfluß, Unlust zum Fressen, Magen- und Darmbeschwerden, erst verlangsamter, dann erhöhter Puls, aufsteigende Lähmung bis zum Erreichen der Atmung, schließlich Tod durch Atemlähmung. Die tödliche Dosis für Rinder liegt bei 15 Kg des frischen Krauts.


Kakao, Kakaobaum (Theobroma cacao Sterkuliengewächse)

Beschreibung und Herkunft:

Der Kakaobaum wird bis zu 10 m hoch, er trägt kleine rotlichweiße Blüten, die direkt aus dem Stamm wachsen (siehe Foto links). Die Früchte sind gelb, dickwandig und beinhalten 20 - 70 Samen, die Kakaobohnen, die wiederum bis zu 3 cm lang werden. Der Kakaobaum wächst in den tropischen Gebieten Amerikas, Asiens und Afrikas.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Kakao enthält Theobromin, Coffein und Catechingerbstoff. Kakao ist bei normalem Gebrauch ungiftig. Probleme kann es nur dann geben, wenn insbesondere Kinder, ausgesprochen große Mengen davon trinken. In der Tat gibt es Fälle, wo bis zu 50 Tassen getrunken wurden (Quelle: Giftpflanzen, Pflanzengifte, Roth, Daunderer, Kormann). In solchen Fällen wären Herzrhythmusstörungen die Folge.

Tiergiftig:
Für Hunde und Katzen kann Kakao und Schokolade sogar tödlich sein. Je dunkler die Schokolade, je höher ist der Kakao- und somit der Theobromingehalt. Kleine Hunde können bereits nach einer halben bis einer Tafel Zartbitterschokolade sterben; natürlich sind auch Vollmilchschokolade oder andere schokoladenhaltige Genussmittel gefährlich. Die Symptome einer Vergiftung sind starkes Hecheln, Durchfall, Erbrechen, Herzrasen motorische Krampfanfälle bis zum Tod.


Krainer Tollkraut, Glockenbilsenkraut (Scopolia carniolica Nachtschattengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Das Krainer Tollkraut trägt braune, teils auch grün/gelbe glockenförmige Blüten, die April – Mai erscheinen. Die Blüten stehen einzeln in den Blattachseln, sind gestielt un nickend. Die Blätter sind verkehrt-eiförmig und von trüb-grüner Farbe. Die Pflanze wächst 30 – 60 cm hoch.

Standort und Verbreitung:

Man findet das Krainer Tollkraut in Laubwäldern, Gebüschen und an steinigen Abhängen; es hat sein Verbreitungsgebiet in Südosteuropa bis Kärnten, in den Karpaten und in der Ukraine.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die ganze Pflanze enthält den Giftstoff S-Hyoscyamin, wie auch die Tollkirsche, sowie weitere Alkaloide in Spuren . Der Anteil an (S)-Hyoscyamin ist beim Tollkraut etwa halb so hoch wie bei den Tollkirschenfrüchten. Eine Vergiftung zeigt sich in Mundtrockenheit, Schweißausbrüchen, Hautrötung sowie Pupillenerweiterung. Weiterhin kommt es zur Pulsbeschleunigung, Sprach- und Schluckstörungen, Rededrang, Halluzinationen und auch zu Tobsuchtsanfällen und epileptischen Anfällen. Der Tod kann bei entsprechender Vergiftung durch Atemlähmung eintreten.

Tiergiftig:
Das Krainer Tollkraut ist, ebenso wie die Tollkirsche, giftig für Pferde und Schweine, Hunde, Katzen, Nager und Vögel, sofern diese im Verbreitungsgebiet der Pflanze leben. Die Vergiftungssymptome entsprechen denen der Tollkirsche.


Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus Rosengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Kirschlorbeer wächst als Strauch 2-4 m hoch. Er hat weiße, 8 mm große, duftende Blüten, die in etwa 12 cm langen Trauben stehen. Die Blütezeit ist von April - Mai, mitunter auch noch mal im September. Von August - September entwickelt der Strauch seine fleischigen, ovalen (kirschähnliche) Steinfrüchte, die zuerst grün sind und sich später schwarz verfärben.

Die Blätter des Kirschlorbeers sind ledrig - glänzend, dunkelgrün, haben eine längliche ovale (lorbeerähnliche) Form und werden 8-15 cm lang. Sie sind wintergrün und riechen beim Zerreiben nach Bittermandelöl.

Standort und Verbreitung:

Der Strauch ist in Westasien und Südosteuropa heimisch und wächst dort auch als Baum. Bei uns findet man ihn als Zierstrauch in Gärten und Parkanlagen..

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Vorwiegend Blätter und Samen des Kirschlorbeers enthalten blausäurehaltige Glycoside.
Das Fruchtfleisch ist nahezu giftfrei. Vergiftungsgefahr besteht vornehmlich für Kinder, die Samen verschlucken.
Eine Vergiftung zeigt sich zuerst durch Übelkeit, Erbrechen, Brennen im Mund und Reizungen von Magen und Darm. Bei starker Vergiftung bewirkt das Gift Lähmungen des Atemzentrums. Der Patient leidet unter Schwächegefühl, Schwindel, Atemnot. Der Tod tritt durch Atemstillstand ein. 50 - 60 Beeren stellen bei einem Erwachsenen die tödliche Dosis dar, bei Kindern liegt die tödliche Dosis bei nur 10 Beeren .

Tiergiftig:

Kirschlorbeer ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster, aber auch für Vögel. Eine Vergiftung zeigt sich in Speichelfluß, Reizungen der Schleimhäute, Magen- und Darmstörungen, Erregung, Atemproblemen; bei starker Vergiftung kommt es zu Atemlähmung. Die tödliche Menge für Rinder beträgt 500 - 1000g Kirschlorbeer-Blätter pro Kilo Körpergewicht der Tiere.


Knoblauch (Allium sativum Liliengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Knoblauch ist eine Zwiebelpflanze, die bis zu 70 cm hoch wächst. Die Blüten stehen in einer Dolde und sind rotlichweiß und von einem Hochblatt umgeben. Die Blätter sind breitlineal. Die Blütezeit ist Juli - August.

Standort und Verbreitung:
Knoblauch ist eine Kulturpflanze; seine Heimat ist vermutlich Vorder- und Südasien.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Knoblauch enthält schwefelhaltige Verbindungen, unter anderem das Alliin, das sich unter Einwirkung des Ferments Alliinase in Allicin umwandelt. Allicin ist verantwortlich für den Knoblauchgeruch. Bei vernünftigem Gebrauch ist keine Vergiftung zu erwarten, allerdings kann Knoblauch, so wie auch die Küchenzwiebel auf nüchternen Magen genommen, die Magenschleimhäute reizen und Sodbrennen bewirken. Es kann so auch zu Schweißausbrüchen, Übelkeit, Schwindel und Schmerzen kommen. Bei Kindern kam es schon häufiger zu schweren Vergiftungen.

Tiergiftig:
Es existiert eine recht weit verbreitete Meinung, dass Knoblauch für Tiere, insbesondere für Pferde, Hunde und Katzen giftig sein soll. Rein theoretisch ist dies auch so, allerdings praktisch nicht zu erwarten, da die toxische Dosis bei einem 25 Kg schweren Hund 50 Knoblauchzehen täglich verteilt über 7 Tage wäre. Für Pferde gilt die Menge von 120 g täglich als giftig. Das „American Journal of Veterinary Research” veröffentlichte eine Studie, bei der Pferden beginnend mit 30g Knoblauch vermengt in Melassefutter und über den Zeitraum von 71 Tagen gesteigert bis auf 150g verabreicht wurde (bezogen auf ein Pferd mit einem Gewicht von 600 Kg). Das Ergebnis war , dass Pferde bei einer täglich aufgenommenen Menge von 120g eine verringerte Anzahl von roten Blutkörperchen und Rückgang des Blutfarbstoffs aufwiesen. Somit ist daraus zu schließen, dass Pferde bei einer längeren Fütterungszeit mit Knoblauch (und der entsprechenden Menge) gesundheitlich geschädigt werden können.
Für Meerschweinchen und Hamster ist Knoblauch ein ungeeignetes Futter, da er Blähungen verursacht.




Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html
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BeitragThema: Re: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 10:18 pm

Lein (Linum usitatissimum Leingewächse)

Lein ist für den Menschen ungiftig.

Tiergiftig:
Bei Tieren kann es aufgrund von Blausäure, die in den Samen enthalten ist, zu Vergiftungen kommen. Je stärker die Samen zerkleinert werden, um so mehr Blausäure wird freigesetzt. Auch Jungpflanzen haben einen recht hohen Gehalt an Blausäure. Eine Vergiftung zeigt sich durch Atembeschwerden, Krämpfen und Tod durch Atemlähmung. Eine ernsthafte Vergiftung tritt gewöhnlich nur nach Fütterung größerer Mengen auf.


Maiglöckchen (Convallaria majalis Spargelgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Das Maiglöckchen trägt seine weißen, glockenförmigen Blüten (5 - 13 Stück) in einer endständigen, langgestielten Traube. Die Blüten weisen alle in eine Richtung und duften stark. Sie blühen von Mai - Juni. Im Juli - August erscheinen dann die roten Beeren, die jeweils 2 - 6 Samen enthalten.
Die Laubblätter, meist 2 Stück, entspringen direkt aus der Wurzel und haben eine breite lanzettliche Form. Auffällig sind die bogenförmigen Blattnerven. Das Maiglöckchen wird 15 - 25 cm hoch.
Vorsicht beim Sammeln von Bärlauchblättern (wertvolles Wildgemüse und Gewürz); sie sehen den Blättern des Maiglöckchens zum Verwechseln ähnlich (Verwechslung gab es auch schon mit der Herbstzeitlosen). Gewissheit bringt teilweise der Geruchstest, Bärlauchblätter riechen stark nach Lauch, bzw. nach Knoblauch. Haben Sie aber schon mehrere Bärlauchblätter gesammelt, riechen Ihre Hände nach Knoblauch und eine Unterscheidung kann schwierig werden.

Standort und Verbreitung:
Die Pflanze wächst vorwiegend in Laubwäldern in West- und Mitteleuropa. Sie braucht warmen, humusreichen Boden.
Das Maiglöckchen wird auch als Zierpflanze in Gärten gehalten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die giftigen Inhaltsstoffe ähneln denen des Roten Fingerhutes.
Es handelt sich um herzwirksame Glycoside, der Hauptwirkstoff ist das
Convallatoxin. Die Giftstoffe sind in allen Teilen der Pflanze enthalten, aber insbesondere die roten Beeren stellen für Kinder eine Gefahr dar. Auch Blumenwasser in dem Maiglöckchen gestanden haben nimmt die Gifte auf. Es hat schon starke Vergiftungen und Todesfälle gegeben, nachdem Kinder dieses Blumenwasser getrunken haben. Ein Grund, insbesondere für Familien mit Kindern, keine Maiglöckchen in der Vase zu halten.
Die Vergiftungserscheinungen sind Übelkeit und Erbrechen, Sehstörungen, Durchfälle und Schwindelgefühl. Bei starker Vergiftung kommt es zu Herzrythmusstörungen. Der Tod tritt durch Herzstillstand ein.
Glücklicherweise sind starke Vergiftungen selten, da die Giftstoffe vom Körper schlecht aufgenommen werden.

Tiergiftig:
Das Maiglöckchen ist giftig Schweine und Ziegen, besonders wenn sie in der Waldmast gehalten werden. Ferner für Pferde, Hunde, Katzen, Hasen, Kaninchen und andere Nager, wir z. B. Hamster und Meerschweinchen und für Vögel. Die Tiere leiden im Fall einer Vergiftung unter Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall, Teilnahmslosigkeit, Krämpfe, Verlangsamung des Herzschlages.


Narzissen, Osterglocken (Narcissus spec. Amaryllisgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die häufigsten Narzissenarten, die Gartenarten einmal ausgeklammert, sind die Gelbe Narzisse (Narcissus pseudonarcissus) und die Weiße Narzisse (Narcissus poeticus).
Die Narzisse wächst aus einer braunen Zwiebel und wird 15 - 40 cm hoch. Die Blüten sind gelb oder weiß und haben 6 Blütenblätter, innen mit einer Nebenkrone. Sie stehen meist einzeln auf einem langen Stengel.
Die Blätter der Narzissen haben eine linealische Form und sind etwa so lang wie der Blütenstengel. Narzissen blühen von März bis Mai.

Standort und Verbreitung:
Wir kennen die Narzissen vorwiegend als Gartenpflanzen und Schnittblumen in den verschiedensten Variationen.
Ihr natürliches Vorkommen ist sehr selten geworden. Sie wachsen auf kalkarmen Bergwiesen und in lichten Wäldern. Ihr Verbreitungsgebiet ist das südliche und westliche Europa.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die gesamte Pflanze, vorwiegend aber die Zwiebel enthalten verschiedene Alkaloide, unter anderem das Lycorin.
Vergiftungen sind durch eine Verwechslung der Narzissenzwiebel mit der Küchenzwiebel möglich, aber auch das Blumenwasser ist giftig.
Die Symptome sind Übelkeit und Erbrechen, Schweißausbrüche und Durchfall.
Bei starker Vergiftung kann es auch zu Lähmungen und zum Kollaps kommen, auch tödliche Vergiftungen sind vorgekommen.
Der Saft der Narzissen wirkt auch äußerlich auf die Haut. So kommt es bei Gärtnern und Floristen immer wieder zu Hautentzündungen, der sogenannten Narzissendermatitis.

Tiergiftig:
Narzissen sind giftig für Pferde, Schweine, Hunde und Katzen, außerdem für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel. Die Vergiftungssymptome sind Magen- und Darmbeschwerden, Übelkeit, Durchfall, Krämpfe, Zittern sowie Herzrhythmusstörungen. Bei Hunden können bereits 15 g der frischen Zwiebel zum Tod führe


Oleander (Nerium oleander Hundsgiftgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Oleander wächst als Strauch und manchmal auch als kleiner Baum. Seine rosafarbenen Blüten stehen in Trugdolden und haben 5 Blütenblätter. Sie erscheinen von Juli - September.
Die ledrigen Blätter haben eine lanzettliche Form und stehen gewöhnlich zu dritt in einem Quirl. Die Pflanze wächst bis zu 6 m hoch.

Standort und Verbreitung:

Oleander stammt aus dem Mittelmeergebiet, wo er ausgezeichnet an trockene Lebensräume angepasst ist. Er sucht sich aber dennoch Standorte aus, an denen etwas mehr Wasser vorkommt. Bei uns wird der Oleander als Gartenstrauch und Kübelpflanze gehalten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält das herzwirksame Glycosid Oleandrin.
Die Vergiftungssymptome sind Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfälle, verlangsamter Puls, Pupillenerweiterung, Krämpfe, blaue Lippren udn Hände. Die Glycoside bewirken Herzrythmusstörungen, was bei entsprechend starker Vergiftung nach 2 - 3 Stunden auch zum Tod durch Herzlähmung führen kann. Die Wirkung des Giftes gleicht dem des Roten Fingerhutes.
Teilweise kommt es auch bei Berührung der Pflanze zu Hautreizungen. Der Milchsaft kann durch Wunden in die Haut eindringen und so zu Vergiftung führen.
In den USA kommt es immer wieder zu Vergiftungen mit dem Oleander, wenn Oleanderäste zum Barbecue verwendet werden.
Starke Vergiftungen sind allerdings selten, da die Pflanze einen stark bitteren Geschmack hat und die Giftstoffe daher schnell ausgebrochen werden. Trotzdem sollten es Familien mit Kindern vermeiden, den Oleander als Zierstrauch im Garten zu halten.

Tiergiftig:

Oleander ist für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Schafe und Ziegen tödlich giftig. Desgleichen für Hunde und Katzen, für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel. Die tödliche Dosis für Pferde liegt bei 15 - 20 g der frischen Blätter, Rinder sterben gewöhnlich nach der Aufnahme von 10 - 20 g Blätter und Schafe bereits nach 1 - 5 g. Die Vergiftungssymptome sind Pupillenerweiterung, Absinken der Körpertemperatur und damit verbunden kühle Beine sowie Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall. Der Tod tritt, wie beim Menschen, durch Herzlähmung ein. Bei vergifteten Stuten kann es zur Fehlgeburt kommen.



Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html

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BeitragThema: Re: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 10:43 pm

Pfaffenhütchen (Euonymus europaea Spindelbaumgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Das Pfaffenhütchen wächst als Strauch und kann bis zu 6 m hoch werden.
Die weißlich bis grünlichen Blüten haben 4 Blütenblätter und erscheinen im Mai - Juni. Die Samen der Pflanze entwickeln sich in orangeroten, vierlappigen Kapseln. Diese Kapseln springen nach der Fruchtreife auf und lassen die einzelnen Samen an Fäden heraushängen. Die 4 - 5 cm langen Laubblätter sind eiförmig-lanzettlich und die jungen Zweige vierkantig.
Als Gartenpflanzen gibt es auch andere Arten auf dem Markt, deren Früchte mitunter eine andere Farbe (weiss, rosa) haben. Die Form der Früchte ist allerdings bei allen recht ähnlich markant.

Standort und Verbreitung:
Das Pfaffenhütchen wächst in Wäldern und Gebüschen. Die Pflanze benötigt feuchten Lehmboden. Ihr Verbreitungsgebiet ist fast ganz Europa.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Alle Teile der Pflanze, vor allem aber die Samen enthalten das Alkaloid Evonin sowie in kleinen Mengen das herzwirksame Evonosid.
Insbesondere Kinder sind gefährdet, wenn sie die verlockend aussehenden Früchte essen.
Die ersten Anzeichen einer Vergiftung zeigen sich erst nach etwa 15 Stunden. Es kommt zu Übelkeit, Reizungen von Magen- und Darm, teilweise verbunden mit blutigem Durchfall. Ferner treten Kreislaufstörungen und auch Krämpfe auf. Als tödliche Dosis gelten 30 - 40 Früchte.
Die Giftstoffe können auch Schädigungen von Leber und Niere herbeiführen.

Tiergiftig:
Pfaffenhütchen ist tödlich giftig für Pferde, Schweine, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen, für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel. Vergiftungssymptome sind Ansteigen der Körpertemperatur, Kreislaufstörungen, Kurzatmigkeit, Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall oder chronischer Verstopfung, Bauchfellentzündung, Krämpfe und Herzrasen; der Tod ist durch Herzlähmung möglich. Als Spätschäden sind Nieren- und Leberschäden nicht auszuschliessen. Stuten können eine Fehlgeburt bekommen. Bei Aufnahme von mehr als 10 Beeren kommt es bei Schafen und Ziegen zu Kreislaufbeschwerden.


Roter Fingerhut und andere Arten( Digitalis spec. Wegerichgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Rote Fingerhut ist die in Mitteleuropa am meisten verbreitete Fingerhut-Art; er wird 30 - 150 cm hoch und blüht von Juni - August. Die roten, mitunter auch weißen Blüten sind von der Form her glockig und werden etwa 5 cm lang. Sie hängen in einer Traube am oberen Teil des Stengels und weisen alle in eine Richtung. Der Schlund der Blüten ist gefleckt. Die Grundblätter stehen in einer Rosette und sind eiförmig bis lanzettlich, an ihrer Unterseite sind sie filzig behaart. Während die unteren Blätter lange Stiele haben, sitzen die oberen am Stengel an.
Weitere bei uns heimische Arten sind der Großblütige Fingerhut (Digitalis grandiflora) mit hellgelben Blüten sowie der Gelbe Fingerhut (D. lutea) und der Wollige Fingerhut (D.lanata), alle Arten sind stark giftig.

Standort und Verbreitung:
Roter Fingerhut wächst auf Waldlichtungen, an Kahlschlägen sowie an Waldrändern. Die Pflanze ist kalkscheu und gedeiht am besten auf sandigem, stickstoffhaltigem Lehmboden.
Ihr Verbreitungsgebiet ist West- und Mitteleuropa.
Häufig sieht man den Roten Fingerhut als Zierpflanze in Gärten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Fingerhut enthält vorwiegend in ihren Blätter die hochgiftigen Digitalisglycoside.
Es sind besonders Kinder gefährdet, die mit den Blüten oder Blättern spielen und sie dabei in den Mund stecken. Aus diesem Grunde ist es Familien mit kleinen Kindern abzuraten, den Roten Fingerhut im Garten anzupflanzen.
Der Gehalt der Glycoside schwankt je nach Tages- und Jahreszeit zwischen 0,1 und 1 %. Nachmittags ist der Gehalt höher als am Vormittag.
Die Symptome einer Fingerhutvergiftung sind Übelkeit und Erbrechen, das tagelang anhalten kann. Es erfolgen Sehstörungen, verminderte Pulsfrequenz, teilweise unter 50 Schlägen, im weiteren Vergiftungsverlauf auf unter 20 Schlägen pro Minute sinkend. Trotzdem steigt der Blutdruck an, es kommt zu Herzrythmusstörungen, letztlich kann der Tod durch Herzstillstand eintreten .
Die tödliche Dosis liegt etwa bei 2,5 g der Blätter, wenn auch die roten Blüten auf Kinder eine größere Anziehung ausüben. Eine weitere Gefahr sind Hummeln oder Wespen, die in den glockigen Blüten nach Honig suchen und von Kindern daher nicht gleich zu sehen sind.

Tiergiftig:
Alle Digitalis-Arten sind giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Ziegen, Hunde und Katzen, Nager, wie z. B. Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Vergiftung zeigt sich in Erbrechen, blutigem Durchfall; die Tiere sind benommen und taumeln, es kommt zu Herzrhythmusstörungen und bei entsprechend starker Vergiftung zum Herzstillstand. Für Pferde liegt die Tödliche Dosis bei 25 g der getrockneten und 100 - 200 g der frischen Blätter. Rinder können bis zu 150 g der getrockneten Blätter vertragen; für Hunde allerdings sind 5 g bereits tödlich.


Rhododendron-Züchtungen (Rhododendron spec. Heidekrautgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Typisch für alle Rhododendron-Arten ist ihre lorbeerähnliche Blattform.
Die Sträucher erreichen eine Höhe bis zu 5 m und haben entsprechend ihrer Zuchtform mannigfaltige Blütenfarben und Formen. An ihren natürlichen Standorten werden die Pflanzen bis zu 12 m hoch.
Außer Rhododendron ponticum sind sie immergrün.

Standort und Verbreitung:
Es gibt ca. 1000 Arten und wesentlich mehr Hybriden. Die meisten wachsen in China, in Tibet und im asiatischen Dschungel. Rund 20 Arten sind in Nordamerika zu finden. Bei uns ist Rhododendron eine beliebte Gartenpflanze.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanzen enthalten das Gift Acetylandromedol.
Besonders Kinder sind gefährdet, wenn sie mit den Blüten spielen, an ihnen saugen oder sie verschlucken.
Die Vergiftungserscheinungen sind Reizungen der Mundschleimhäute und Kribbeln der Haut. Ferner kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Schweißausbrüchen, Schwindelgefühl sowie Magen- und Darmbeschwerden, mit Durchfall.
Die Herztätigkeit wird langsamer und bei schwerer Vergiftung kann es auch zum Tod durch Atemlähmung kommen.

Tiergiftig:
Rhododendron ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Schweine, Ziegen sowie für Hunde und Katzen, für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen sowie für Vögel.
Eine Vergiftung äußert sich durch Magen- und Darmentzündung, verstärktem Speichelfluß, Krämpfe. Am Ende kommt es zu Lähmungen, der Tod kann durch Atemlähmung eintreten.
Landschildkröten können bereits nach 24 Stunden durch die Aufnahme nur einer Blüte oder weniger Blätter verenden; die Vergiftungssymptome sind ähnlich wie beim Menschen.


Rittersporn (Consolida spec., Delphinium spec. Hahnenfußgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die am häufigsten wild wachsende Ritterspornart ist der Feld-Rittersporn (Consolida regalis).
Er trägt seine violetten (selten auch weißen) Blüten in einer endständigen Traube. Auffällig ist der bis zu 2,5 cm lange Blütensporn. Die Pflanze blüht von Mai - September.
Der Stengel ist stark verästelt, die Laubblätter sind mehrfach geteilt und bestehen aus schmalen, etwa 1 mm breiten länglichen Zipfeln.
Feld-Rittersporn erreicht eine Höhe von 20 - 40 cm.
Der Hohe Rittersporn (Delphinium elatum) wächst meist aufrecht und hat handförmig geteilte Blätter.
Ferner unterscheiden wir verschiedene Zuchtarten, die blaue, rote und auch weiße Blüten tragen. Eine häufige Gartenform ist Consolida ambigua (=Delphinium ajacis) Diese Formen werden bis zu 2 m hoch.

Standort und Verbreitung:
Der Feldrittersporn wächst an Wegrändern und Äckern in Mittel- und Südeuropa und ist selten geworden.
Den Hohen Rittersporn findet man ebenfalls selten in lichten Wäldern der Alpen.
Sehr beliebt sind die verschiedenen Gartenformen, wenn auch Familien mit Kindern sie besser nicht anpflanzen sollten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Rittersporn enthält in allen Pflanzenteilen, besonders aber in den Samen, giftige Alkaloide, die in ihrer Form denen des Eisenhutes ähneln, aber eine schwächere Wirkung zeigen.
Besonders Kinder sind gefährdet, die Samen oder Blätter unserer Gartenformen zu sich nehmen.
Die Vergiftungserscheinungen sind Magenreizungen mit Durchfall, Bewegungsstörungen und nervöse Symptome. Die Giftstoffe greifen auch die Herzmuskulatur an und erzeugen Hautreizungen.
Die höchsten Giftgehalte weisen der Garten-Rittersporn und der Hohe Rittersporn auf.

Tiergiftig:
Die Pflanze ist giftig für Pferde, besonders für Rinder und Kühe, für Hunde und Katzen, außerdem für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster und auch für Vögel. Eine Vergiftung zeigt sich durch Speichelfluß, Magen- Darmentzündungen, Durchfall, Muskelschwäche und Muskelzuckungen, Bewegungsstörungen, Benommenheit und Blutdruckabfall. Bei entsprechend schwerer Vergiftung, so bei Rindern und kleineren Tieren, kann der Tod durch Atemlähmung eintreten.


Rizinus (Ricinus communis Wolfsmilchgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Rizinus wird bei uns 1 - 2 m hoch und hat einen dicken, oft rotbraun gefärbten Stengel. Seine Blüten stehen in Griffeln, oben sitzen die weiblichen roten Blüten, darunter die männlichen mit ihren gelben Staubgefäßen. Die Blütezeit ist von Juli - September.
Die langstieligen Blätter des Rizinus sind handförmig und können einen Durchmesser von 1 m erreichen.
Die Samen entwickeln sich in einer kugelförmigen, stacheligen Kapsel.

Standort und Verbreitung:
Der Rizinus stammt aus Afrika und wächst bei uns als Zierstrauch in Gärten und Parkanlagen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
In den Samen finden sich giftige Eiweiße, unter anderem das hoch giftige Ricin.
Kinder sind besonders gefährdet, wenn sie die gut schmeckenden Samen zu sich nehmen. Als tödliche Dosis gilt 0,25 mg des Wirkstoffs Ricin, was schon einem Samenkorn entsprechen kann. Die Wirkung des Giftes ist abhängig vom Zerkauen der Samen.
Die Symptome einer Vergiftung sind Brennen in Mund und Rachen, Übelkeit, Erbrechen, Entzündungen von Magen- und Darm mit teilweise blutigen Durchfällen sowie Krämpfen. Der Patient leidet unter Schwindelgefühl, ferner kommt es zu Entzündungen der Nieren und durch das Verkleben der roten Blutkörperchen zu Thrombosen. Durch Versagen des Kreislaufes tritt der Tod nach etwa 2 Tagen ein.
Die glänzenden, marmorierten Samen finden sich auch in Halsketten. Da die Samen durchbohrt sind, ist das Gift in der Lage durch Verletzungen in die Haut einzudringen und so zu Vergiftungen zu führen.
Vor dem Kauf von Halsketten aus tropischen Samen sollte man daher Abstand nehmen.

Tiergiftig:
Rizinus ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Schweine, Ziegen, für Hunde und Katzen, für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen und für Vögel, Hühner und Gänse.
Bereits 60 g Samen können ein 600 Kg schweres Pferd töten. Erste Symptome können bereits nach 2 Stunden oder erst nach 1 Tag eintreten.
Eine Rizinusvergiftung zeigt sich in Speichelfluß, Reizungen der Schleimhäute, Schwindel und Schläfrigkeit. Die Tiere schwitzen vermehrt, haben Schwierigkeiten beim Atmen, haben Störungen in ihrem Bewegungsablauf und werden schläfrig. Es kommt zur Gelb- oder Weißfärbung der Schleimhäute, zu Magen- und Darmentzündungen mit teils starkem Durchfall, Anstieg der Körpertemperatur, Muskelzucken, Krämpfen, Entzündung der Nieren mit starkem Drang zum Wasserlassen, Zerfall der roten Blutkörperchen sowie Leberschädigung.
Die tödlichen Dosen bezogen auf 1 Kg des Körpergewichts der Tiere sind bei Rindern 2 g (Kälber auch deutlich weniger), Schafe 1,25 g, Ziege 5,5 g, Schwein 1,4 g, Hasen und Kaninchen 1 g, bei Hunden und Katzen reichen wenige Samen.


Robinie (Robinia pseudoacacia Schmetterlingsblütengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Robinie wächst als Baum, wird bis zu 25 m hoch und erreicht einen Stammdurchmesser bis zu 1 m.
Die weißen, manchmal auch gelblichen oder rosafarbenen Blüten hängen in dichten Trauben und verströmen einen starken Duft. Die Blütezeit ist von Mai - Juni. Im Herbst entwickeln sich dann die Samen in rotbraunen Hülsen, die mitunter bis zum nächsten Frühjahr am Baum hängen bleiben.
Die gefiederten Blätter bestehen aus 9 - 19 eiförmigen Einzelblättchen und werden bis zu 30 cm lang. Die Robinie trägt Dornen.

Standort und Verbreitung:
Die Pflanze stammt aus Nordamerika und hat sich in West- und Südeuropa verbreitet.
Als Zier- und Alleebaum angepflanzt, findet man sie verwildert an Bahndämmen, Gebüschen und trockenen Wälder. Die Robinie wird auch in Gärten angepflanzt.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält vorwiegend in ihrer Rinde giftige Eiweiße, sogenannte Toxalbumine.
Kinder, die Rinde oder Samen kauen sind im Besonderen gefährdet, vor allem, weil die Rinde süßlich riecht und schmeckt. Die ersten Symptome einer Vergiftung können schon nach der Aufnahme von 4 Samen und ca. 1 Stunde auftreten. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen, Magenschmerzen, Krämpfen und Durchfall. Der Patient leidet unter Schwindel und starker Müdigkeit, auch die Pupillen können sich weiten.
Beim Bearbeiten des Holzes kann es durch Einatmen des Staubes auch zu Vergiftungen kommen.
Trotz allem sind Vergiftungen mit der Robinie recht selten.

Tiergiftig:
Robinie ist tödlich giftig für Pferde, Hunde, Katzen, für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Vergiftungssymptome sind Speichelfluß, erhöhte Atemfrequenz, Erregung und danach Teilnahmslosigkeit. Weiterhin erhöhter Puls und erweiterte Pupillen, gelbe Schleimhäute. Weiterhin leiden Tiere unter Magen- und Darmentzündungen mit Krämpfen, Störung des Gleichgewichts, krampfartiges Zucken, Schädigung von Leber und Nieren, Harndrang und auch Blindheit kann eintreten. Bei Pferden kann es bei langsamem Vergiftungsverlauf zu Hufrehe kommen. 150 g der Rinde gilt bei Pferden als tödliche Dosis.
Aus dem 2. Weltkrieg liegt ein Bericht vor, dass 32 von 120 Pferden in einer Nacht gestorben sind, nach dem Sie an Robinienholz geknabbert haben, aus dem die Stallungen gebaut waren. Die ersten Tiere waren bereits nach 4 Stunden tot.



Rosskastanie

Pflanzenbeschreibung:

Der Rosskastanienbaum kommt ursprünglich aus Indien, Zentralasien und Südosteuropa. Da er aber nicht nur schön aussieht, vor allem in der Blütezeit, sondern auch schmutzige Luft und Abgase gut verträgt, hat er sich als Stadtbaum in Europa stark verbreitet.
Der Baum wird bis zu 30 m hoch.
Er hat grosse Blätter, die aus sieben Teilen fingerartig zusammengesetzt sind.
Im Mai blüht die Rosskastanie mit beeindruckend prächtigen Blüten. Sie stehen wie dicke Kerzen aufrecht auf den Zweigen und bestehen aus vielen Teilblüten.
Im Herbst wachsen daraus die Kastanienfrüchte, die in einer stacheligen grünen Schale sitzen.

Die Früchte (Samen) sind etwa drei bis fünf Zentimeter gross und rundlich. Sie haben eine glänzende rotbraune Farbe. Sie fühlen sich angenehm glatt an.
Diese Samen werden von Kindern sehr gerne zum Basteln benutzt, was dazu führt, dass die Rosskastanie den meisten Menschen schon in früher Kindheit bekannt wird.

Giftig für Hunde !!!!

Grüne Schalen und auch die Kastanien selbst enthalten Substanzen wie zb Saponine, Glykoside.Die in einer gewissen Menge aufgenommen zu Vergiftungserscheinungen führen können. Angefangen bei Magen- und Darmerkrankungen mit Erbrechen und Durchfall bis hin zu zentralnervösen Symptomen wie etwa Sehstörungen.



Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html
Quelle : http://www.heilkraeuter.de/lexikon/rosskast.html

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BeitragThema: Re: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 10:51 pm

Sadebaum (Juniperus sabina Zypressengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Sadebaum ist ein Strauch, der gewöhnlich eine Höhe von 2 m erreicht. Er wächst aber auch als Baum und wird bis zu 12 m hoch.
Die Pflanze bringt unscheinbare, weißlich Blüten hervor, die meist am Ende der Zweige sitzen. Blütezeit ist von April - Mai. Die Samen reifen in blauschwarzen, erbsengroßen Beerenzapfen heran.
Die Blätter des Sadebaums sind im jungen Zustand nadelförmig und später schuppenartig.
Die Pflanze verströmt einen starken Geruch, durch den man den Sadebaum gut vom dem sehr ähnlichen Wacholder (Juniperus communis) unterscheiden kann.

Standort und Verbreitung:
Wild wächst der Sadebaum in den Gebirgen Südeuropas, und in Deutschland kommt er in Südbayern vor.
Häufig findet man die Pflanze als Zierstrauch in Gärten, Parkanlagen und auf Friedhöfen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Besonders die Spitzen der Zweige enthalten ätherische Öle und das stark giftige Sabinen.
Die Vergiftungserscheinungen sind Erbrechen, starke Entzündungen des Magen- Darmbereichs, verbunden mit blutigen Durchfällen und blutigem Urin. Bei entsprechend starker Vergiftung kommt es zu Krämpfen, zu Bewußtlosigkeit und nach 1 Tag zum Tod durch zentrale Atemlähmung.
Auch äußerlich kann das Gift zu Hauterkrankungen und Blasenbildung führen.
Der dem Sadebaum sehr ähnlich Wacholder weist vergleichbare Wirkstoffe in seinen Zweigspitzen auf. Die zur Entwässerung genutzten Wacholderbeeren können in größeren Mengen genommen, Nierenschädigungen und auch Nierenversagen bewirken.

Tiergiftig:
Besonders ist der Sadebaum für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Ziegen, Hunde und Katzen, Nager, wie Hasen und Kaninchen sowie für Vögel. Pferde reagieren nicht ganz so empfindlich, wie andere Tiere. Eine Vergiftung zeigt sich in Magen- und Darmbeschwerden mit Krämpfen, Blähungen und Durchfall, Nierenentzündungen und Lähmungen. Für Hunde ist 14-22 g der Sadebaumspitzen tödlich.


Schwarzer und Bittersüßer Nachtschatten (Solanum nigrum und Solanum dulcamara Nachtschattengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Schwarze Nachtschatten trägt weiße Blüten, sie stehen in Trauben und haben 5 Blütenblätter, mit gelben, auffälligen Staubbeuteln.
Ihre Blütezeit ist von Juli - Oktober danach reifen die erbsengroßen, schwarzen Früchte heran. Verschiedentlich erscheinen sie auch gelblich bis grünlich.
Die Pflanze ist niederliegend oder auch aufsteigend und erreicht eine Höhe von 30 - 100 cm. Die Blätter sind eiförmig und am Rang gebuchtet.
Der Bittersüße Nachtschatten ist ein Halbstrauch mit violetten Blüten und auffällig gelbem Staubblatt. Die Pflanze wird 30 - 200 cm hoch. Im Spätsommer und Herbst reifen die eiförmigen, roten Früchte heran.

Standort und Verbreitung:
Der Schwarzer Nachtschatten wächst an Äckern, Schuttplätzen, in Gärten und an Mauern. Er braucht stickstoffhaltigen Lehmboden und hat sein Verbreitungsgebiet in Mitteleuropa.
Der Bittersüße Nachtschatten ist fast in ganz Europa zu finden, er wächst gerne an Ufern, auch am Meer, in Auwäldern und Kahlschlägen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Der höchste Giftgehalt, es handelt sich vorwiegend um Solanin, ist in den unreifen Samen zu finden. Diese stellen insbesondere für Kinder eine Gefahr dar. Die Menge von 6 - 8 Beeren löst die ersten Vergiftungserscheinungen aus.
Der Patient leidet unter Erbrechen, Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfällen, Kratzen im Mund und im Rachen sowie Pupillenerweiterung und Hautausschlägen. Bei starker Vergiftung kommt es zu Lähmungen, bis hin zum Tod durch Atemlähmung.

Tiergiftig:
Nachtschatten ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schweine, Hunde und Katzen, Hasen, Kaninchen sowie für Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Eine Vergiftung zeigt sich durch Erbrechen, Speichelfluss, Durchfall, Koliken, Schleimhautentzündungen, Depressionen und bei starker Vergiftung durch Herzstillstand.


Stechpalme (Ilex aquifolium Stechpalmengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Stechpalme wächst als Strauch, aber auch als Baum und wird bis zu 10 m hoch. Sie trägt immergrüne, glänzende Blätter, die dornig gezähnt und eiförmig sind. An älteren Bäumen findet man auch ganzrandige Blätter.
Die weißen Blüten stehen zu mehreren in den Blattachseln. Sie haben 4 Blütenblätter und erscheinen von Mai - Juni. Im Herbst entwickeln sich dann die Beeren, sie reifen von grün über gelb nach rot. Die Stechpalme kann bis zu 300 Jahren alt werden.

Standort und Verbreitung:

Sie wächst vorwiegend in Buchen- und Fichtenwäldern auf feuchtem, kalkarmem Boden. Ihr natürliches Verbreitungsgebiet ist vor allem Süd- und Westeuropa.
Angepflanzt findet man den Strauch in Parks und in Gärten.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Blätter und Beeren enthalten Urolsäure und Polyphenole.
Insbesondere die leuchtend roten Beeren stellen für Kinder eine Gefahr dar. Die Giftstoffe bewirken Erbrechen, Magen - und Darmbeschwerden und Durchfälle. Die ersten Symptome können bereits nach der Aufnahme von 2 Beeren erfolgen. Die Menge von 20 - 30 Beeren kann unter Umständen lebensbedrohlich sein.

Tiergiftig:
Stechpalme ist giftig für Pferde, Hunde, Katzen, ferner für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Bei Pferden ist im Falle einer Vergiftung nur Schläfrigkeit der Tiere sowie Magen- und Darmbeschwerden mit Durchfall zu erwarten. Für Hunde und andere kleinere Tiere kann eine Vergiftung tödlich verlaufen; so liegt die tödliche Dosis für einen Hund bereits bei 20 Beeren. Vergiftung zeigt sich durch Schläfrigkeit, Erbrechen, Magen-Darmneschwerden, Durchfall, möglicherweise Schädigung des Kreislaufes und des Herzens.


Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html

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BeitragThema: Re: Hochgiftige Wild und Gartenpflanzen   So Jan 29, 2012 11:00 pm

Tollkirsche (Atropa bella-donna Nachtschattengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Tollkirsche trägt glockige, außen braunviolette und innen gelbgrün gefärbte Blüten mit 5 Blütenblättern. Die Blüten werden bis zu 3 cm groß und stehen einzeln zwischen den oberen Laubblättern.
Diese sind eiförmig und in den Stiel herablaufend. Es stehen meist ein kleines und ein großes Blatt zusammen. Die Pflanze wird bis zu 150 cm hoch.
Die Tollkirsche blüht von Juni - August, danach bildet sie ihre schwarzen, glänzenden, kirschgroßen Beeren.
Insbesondere Kinder sollte man auf die Unterschiede zwischen einer echten Kirsche und einer Tollkirsche aufmerksam machen.
Die Eßkirsche hat einen Stein, während in der Tollkirsche einzelne Samen sitzen. Weiterhin hängt die Eßkirsche an langen, dünnen Stielen und hat keinen ansitzenden Kelch. Die Tollkirsche hingegen sitzt an einem recht kurzen, dicken Stiel und hat einen breiten, ansitzenden Kelch.

Standort und Verbreitung:
Die Tollkirsche gedeiht an warmen Waldrändern, an Kahlschlägen und auf Lichtungen in Laub- und Laubmischwäldern. Sie braucht humusreichen und etwas kalkhaltigen Boden.
Man findet sie in Mittel- und Südeuropa, im Norden bis Nordengland, im Osten bis zur Ukraine.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält die Alkaloide Atropin, (S)-Hyoscyamin und Scopolamin. Das Atropin, das sowohl in der Tollkirsche wie im Stechapfel vorkommt, ist in Wirklichkeit eine Mischung aus (S)-Hyoscyamin und (R)-Hyoscyamin. Eine genauere Beschreibung zur Chemie findet Ihr bei www.Giftpflanzen.com unter der Pflanzenbeschreibung der Tollkirsche.
Der Giftgehalt der Tollkirsche ist entsprechend des Standortes stark verschieden.
Gerade die Beeren sind für Kinder eine große Gefahr. Sie werden, wie schon erwähnt, leicht mit Kirschen verwechselt und schmecken obendrein noch süß.
Die tödliche Dosis liegt bei Kindern zwischen 3 und 5, bei Erwachsenen zwischen 10 und 20 Beeren.
Die typischen Symptome einer Tollkirschenvergiftung sind Pupillenerweiterung (Glanzaugen), fehlendes Erbrechen, trockene, gerötete und heiße Haut. Ferner kommt es zu Trockenheit der Schleimhäute im Mund- und Rachenbereich, was Sprach- und Schluckstörungen zur Folge hat sowie zu Pulsbeschleunigung.
Bei starker Vergiftung befällt den Patienten Unruhe, er leidet unter Weinkrämpfen und Rededrang sowie unter Tobsuchtsanfällen. Bei entsprechender Vergiftung kommt es zur Bewußtlosigkeit und zum Tod durch Atemlähmung.

Tiergiftig:

Tollkirsche ist giftig für Pferde, Schweine, Hunde und Katzen, außerdem für Nager, wie Hasen und Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster sowie für Vögel. Die Vergiftungssymptome sind Trockene Schleimhäute, Schluckbeschwerden, Durst, erweiterte Pupillen, Erregung, Sehstörungen, Verstopfung, erhöhte Pulsfrequenz und Atmung, Herzklopfen und Anstieg der Körpertemperatur. Im Falle einer starken Vergiftung kommt es zu Störungen im Bewegungsablauf, zu Tobsuchtsanfällen und letztlich zum Tod durch Atemlähmung. Für Pferde sind 180 g der Wurzel bereits tödlich, 120 - 180 g der getrockneten Blätter lösen Vergiftungserscheinungen aus und können auch bereits tödlich wirken.


Virginischer Tabak (Nicotina tabacum Nachtschattengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Der Virginische Tabak ist die bekannteste Tabakpflanze.
Sie trägt rote, glockenförmige Blüten, die von Juni - September erscheinen.
Die Tabakblätter haben eine ovale, lanzettliche Form und werden unten am Stengel bis zu 50 cm lang. Der Stengel ist behaart und kann eine Höhe von 3 m erreichen.
Der Wald-Tabak (Nicotiana sylvestris und der Filzige Tabak (Nicotiana tomentosiformis) zählen zu den Stammeltern des Virginischen Tabaks. Den Wald-Tabak sowie einige andere Arten werden auch als Zierpflanzen gehalten.

Standort und Verbreitung:

Die Pflanze stammt aus Südamerika und wird bei uns, wie auch der ähnliche Bauerntabak (Nicotina rustica), angebaut.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Blätter und Blüten des Tabaks enthalten das Alkaloid Nicotin.
Als tödliche Menge gilt 40 - 60 mg des Wirkstoffs, enthalten in einer Zigarre oder in 5 Zigaretten ( bei starken Zigaretten oder Zigarren auch schon in weniger). Vergiftungen treten gewöhnlich nicht durch das Rauchen ein, da das meiste Nicotin verbrannt wird. Aber gerade Kinder sind gefährdet, die Zigaretten in den Mund stecken und davon essen! Stark gefährdet und in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind Säuglinge rauchender Mütter sowie Kinder im Mutterleib! Die Symptome einer Nicotinvergiftung sind Brennen und Kratzen im Mund- und Rachenbereich, Kopfschmerzen, kalter Schweiß und kühle, blasse Haut. Es folgen Krämpfe, manchmal auch Durchfälle, Herzklopfen, Brustbeklemmungen und auch Atemnot. Der Patient leidet ferner unter Sehstörungen und unter Trübung des Bewußtseins. Tödlich eingenommene Dosen bewirken Atemlähmung innerhalb weniger Minuten.
Vorsicht auch vor selbst hergestellten Schädlingsbekämpfungsmitteln aus Tabakkraut. Es kann bei falscher Handhabung durch Hautkontakt und Inhalation zu Vergiftungen kommen. Bei behandelten Gemüsepflanzen und Kräuter besteht zusätzlich die Gefahr der Vergiftung, wenn bei ihrem Verzehr das Gift mit aufgenommen wird.

Tiergiftig:
Tabakpflanzen sind giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Schafe, Ziegen, Schweine sowie für Hunde und Katzen, für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Hamster und Meerschweinchen. Tiere, die in der Nähe von Tabakfelder weiden sind natürlich besonders gefährdet. Die Symptome einer Tabakvergiftung sind erst eine Verängung der Pupillen und danach eine Erweiterung. Ferner Speichelfluß, Atemnot mit möglicherweise plötzlicher Atemlähmung und Tod. Die Tiere sind erregt; sie leiden unter Magenkrämpfen, Durchfällen und Lähmungen. Sie haben einen erhöhten Harndrang, auch verlangsamt sich der Herzschlag. Es kommt es auch zu Muskelschwäche und Muskelzucken. Bei Pferden kann es zu Fehlgeburten kommen, auch gehen die toxischen Wirkstoffe in die Milch von säugenden Stuten über.
Die tödliche Dosis an getrockneten Tabakblätter liegt für Pferde bei 300 – 1200 g, Kühen und Rindern bei 300 - 2000 g, bei Schafen und Ziegen aber nur bei 30 g – 100 g. Hunde und Katzen, wohl auch Nagetiere, verenden bereits nach der Aufnahme von 5 - 25 g getrockneter Blätter, also möglicherweise bereits nach einer Zigarette und einer Zigarettenkippe.


Wandelröschen (Lantana camara Eisenkrautgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Das Wandelröschen ist ein 30 - 100 cm hoher Strauch mit doldenähnlichen Blüten. Wärend der Blütezeit wechseln sie die Farbe, erscheinen erst gelb oder weiß, werden dann orange und schließlich rot. Ihre Blütezeit ist Juni - September. Die blauschwarzen Beeren reifen dann von September - Oktober heran.
Die Laubblätter des Wandelröschens sind am Rand gesägt, von der Form her oval und vorn spitzt zulaufend, teilweise auch an der Unterseite weißlich behaart. Die Blätter stehen sich gegenüber. Der Stengel der Pflanze ist vierkantig.

Standort und Verbreitung:

Der Strauch stammt aus dem tropischen Südamerika und wird bei uns als Zierpflanze in Gärten und auf Balkonen gehalten. Man findet ihn in verschiedenen Zuchtformen.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Das Wandelröschen enthält, vorwiegend in seinen unreifen, aber auch in den reifen Beeren Lantadene und Triterpenester. Vergiftungssymptome ähneln einer Tollkirschenvergiftung.
Somit sind gerade Kinder gefährdet, die von den Beeren essen.
Die Giftstoffe sind in der Lage die Leber zu schädigen, den Gallenabfluss zu stören sowie Enzyme in der Leber und im Blut zu verändern. Dies hat Gelbsucht und durch Licht hervorgerufene Entzündungen der Haut (phototoxische Wirkung) zur Folge. Auch Pupillenerweiterung, Durchfall, Erbrechen, unkontrollierte Muskelreaktionen und Verfärbung der Haut wurden beobachtet.

Tiergiftig:
Das Wandelröschen ist giftig für Rinder und Kühe, Schafe, Hunde und Katzen sowie für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Die Giftstoffe wirken phototoxisch auf die Tiere und lösen damit Vergiftungen im Zusammenhang mit Sonnenbestrahlung aus. Vergiftungssymptome sind Hautausschläge, eine Blockierung des Ausscheidens von Gallenfarbstoffen, dadurch kommt es zur Gelbfärbung der Schleimhäute, zu Gelbsucht und Leberschädigung. Die Tiere leiden unter blutigem Durchfall oder Verstopfung, Bewegungsstörungen und Lichtempfindlichkeit.


Wasserschierling (Cicuta virosa Doldengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die doldenförmig angeordneten Blüten des Wasserschierlings sind weiß und haben 5 Blütenblätter. Die Dolde besteht aus 15 - 20 Strahlen, die Blütezeit ist von Juli - August. Die sich im August - September entwickelnden Früchte sind eiförmig bis rund, gelblichbraun und ca. 3 mm breit. Die Laubblätter des Wasserschierlings sind 2 - 3fach gefiedert, die Fiedern haben eine lanzettliche Form und ihr Rand ist gesägt. Der hohle Stengel weist außen feine Rillen auf, die Pflanze wird 60 - 150 cm hoch. Der dicke Wurzelstock hat innen querliegende Kammern, an denen er leicht zu erkennen ist.
Zerschneidet man die Pflanze, so tritt ein gelblicher Saft aus, der sich an der Luft orangegelb und später braun verfärbt. Dieser Saft riecht sellerieartig, wie auch die gesamte Pflanze aromatisch duftet.
Eine große Gefahr ist die Verwechslung des Wasserschierlings mit anderen, essbaren Doldengewächsen wie Kerbel, Pastinaken, Sellerie- und Petersilienwurzeln. Die Knollen des Wasserschierlings haben im gekochten Zustand obendrein einen ähnlichen Geschmack wie die Sellerie- und Petersilienwurzeln. Gefahr besteht auch für Kinder, die mit den ans Ufer getriebenen Wurzelknollen spielen.
Der Wasserschierling ist in der Gattung nicht mit dem Gefleckten Schierling verwandt; eine entfernte Verwandtschaft besteht nur über die Familie der Doldengewächse

Standort und Verbreitung:

Der Wasserschierling wächst in langsam fließenden und stehenden Gewässern, wie Tümpeln und Teichen. Er ist kalkscheu und bevorzugt torfigen, sauren Boden. Er hat sein Verbreitungsgebiet in Nord- und Mitteleuropa.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Vorwiegend in der Wurzel, aber auch in den anderen Teilen der Pflanze findet man das hochgiftige Cicutoxin. Sein Gehalt ist im Frühjahr am höchsten. 2 - 3 g der Wurzeln genügen um einen Menschen zu töten. Das Gift zeigt nach 20 Minuten seine erste Wirkung. Die Symptome einer Vergiftung sind Brennen im Mund- und Rachenbereich, Übelkeit, Erbrechen und Leibschmerzen. Der Patient muß sich blutig erbrechen und es kommt etwa viertelstündlich zu Krampfanfällen, die ca. 2 Minuten anhalten. Dabei knirscht der Vergiftete mit den Zähnen und sondert Schaum ab. Bei entsprechend starker Vergiftung erfolgt der Tod durch Atemlähmung während oder unmittelbar nach einem Krampfanfall. Der Tod kann bereits nach einer Stunde eintreten.

Tiergiftig:
Wasserschierling ist giftig für Pferde, Rinder und Kühe, für Schafe, Ziegen und Schweine ferner für Hunde, Katzen, für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Der Vergiftungsverlauf ist Speichelfluß, Anstieg der Körpertemperatur, Erregung, Zähneknirschen und erweiterte Pupillen. Die Tiere sondern vermehrt Harn und Kot ab, sie leiden unter Gleichgewichtsstörungen, starken Krämpfen sowie erhöhter Atmung und erhöhtem Herzschlag . Bei entsprechend starker Vergiftung, beim Pferd reicht beispielsweise ein Wurzelstück aus, sterben die Tiere an Atemlähmung.


Weißer Germer (Veratrum album Einbeerengewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Die Blüten des Weißen Germers stehen einer endständigen Rispe, die über 50 cm lang werden kann. Die Farbe der Blüten ist innen weiß bis gelblich und außen grünlich.
Seine Blätter sitzen wechselständig, im Gegensatz zu dem ähnlichen Gelben Enzian, dessen Blätter gegenständig angeordnet sind. Sie haben eine breite elliptische Form und sind an der Unterseite behaart. Die Blätter verströmen einen starken Geruch und fallen auch durch ihre Bogennerven auf.
Die Pflanze wird 50 - 150 cm hoch und blüht von Juni - August.

Standort und Verbreitung:
Der Weiße Germer wächst auf Alpenwiesen und auf Hochstaudenfluren, er liebt feuchten, stickstoffreichen und etwas kalkhaltigen Boden. Sein Verbreitungsgebiet ist Mittel- und Südeuropa.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Der Weiße Germer enthält Steroidalkaloide, wie Protoveratrin, Germerin und Veratramin.
Die höchste Konzentration der Giftstoffe findet sich in der Wurzelknolle, aber auch die restliche Pflanze ist giftig.
Je höher ihr Standort, desto geringer ist übrigens ihr Wirkstoffgehalt.
Als tödliche Dosis gelten für einen Erwachsenen 10 - 20 mg der Alkaloide, was etwa 1-2 g der Wurzeln entspricht. Eine Vergiftung durch den Weißen Germer, infolge Verwechslung mit dem Gelben Enzian ist schnell möglich, z. B. bei der eigenen Schnapsherstellung. Die Giftstoffe können über die Schleimhäute und durch die unverletzte Haut in den Körper eindringen. Die Vergiftungserscheinungen sind Kribbeln im Mund, erhöhter Speichel- und Tränenfluß, Niesreiz, Übelkeit, Erbrechen und Durchfälle. Die Schleimhäute fühlen sich taub an, dieses Gefühl breitet sich über den ganzen Körper aus. Bei starker Vergiftung erfolgen Muskelzucken, Krämpfe und Kollaps. Der Tod kann nach 3 - 12 Stunden durch Herzstillstand und Atemlähmung eintreten. Die Vergiftungssymptome ähneln denen des Blauen Eisenhutes. Die Alkaloide des Weißen Germers sind starke Nervengifte, die insbesondere auf die Nervenenden der Haut wirken. Daher rührt auch der Niesreiz, der bereits nach Aufnahme von 1/50000 g der wirksamen Stoffe entsteht.

Tiergiftig:

Von Weidetieren wird der Germer meist gemieden, dennoch ist er für die Tier hoch giftig. Die Tiere leiden unter Durchfällen, Koliken, verlangsamter Atmung und Lähmung. Auch im Heu bleiben die Giftstoffe enthalten und so ist es auch schon zu tödlich verlaufenden Vergiftungen bei Pferden, Rindern und Schafen gekommen. Die tödlich giftige Menge ist für Pferde, Rinder und Kühe 1 g der frischen Wurzel auf 1 Kg Körpergewicht, bei Schweinen liegt die tödliche Menge bei 15 g pro Kilo Körpergewicht, bei Hunden bei nur 0,1 g/kg Körpergewicht. Der Germer ist auch stark toxisch für Katzen, Hasen und Kaninchen.


Weintrauben Rosinen (Vitis vinifera ssp. sativa Weinrebengewächse)


Tiergiftig:

Amerikanischen Untersuchungen zufolge sind Weintrauben giftig für Hunde. Rosinen sind möglicherweise sogar noch gefährlicher. Die Untersuchungen stammen unabhängig voneinander vom ASPCA’s Animal Poison Control Center und Veterinary Poisons Information Service.
Symptome einer Vergiftung sind Erbrechen, Appetitlosigkeit, Durchfall sowie Magenschmerzen. Nach 24 Stunden kam es bei schwerer Vergiftung zu Symptomen von Nierenversagen. Bei Blutuntersuchungen wurden erhöhte Nierenwerte und zuviel Kalzium im Blut festgestellt. Nur die Hälfte von 10 betroffenen Tieren, also 5, überlebten. Amerikanische Forscher schätzen, dass 11,6 g Weintrauben pro Kilogramm Körpergewicht des Tieres zu Vergiftungserscheinungen führen können; Wissenschaftler aus Grossbritannien ermittelten 14 g pro Kilo Körpergewicht an Rosinen, die für den Tod eines Labradors verantwortlich waren.


Wolfsmilch (Euphorbia spec. Wolfsmilchgewächse)

Bestimmungsmerkmale:

Etwa 40 Arten der Gattung Wolfsmilch können wir in Mitteleuropa finden, von denen alle zu den Giftpflanzen zu rechnen sind. Am häufigsten findet man allerdings die Zypressen-Wolfsmilch (Euphorbia cyparissia), die Sonnenwend-Wolfsmilch (Euphorbia helioscopia) und die Garten-Wolfsmilch (Euphorbia pepulus). Was wir bei der Wolfsmilch als Blüte deuten, ist ein stark rückgebildeter Blütenstand (Cyathium). Umgeben von grünen Hüllblättern stehen weibliche und männliche Blüten zusammen. Jeder dieser Cyathien besitzt gelbe Honigdrüsen.
Unsere oben genannten Wolfsmilcharten werden 10 - 50 cm hoch. Alle Wolfsmilcharten führen einen weißlichen Milchsaft, der einen scharfen Geschmack hat. Eine bekannte Zimmerpflanze, die auch zu den Wolfsmilchgewächsen zählt, ist der Weihnachtsstern.

Standort und Verbreitung:
Die Zypressen-Wolfsmilch ist an Wegrändern, Böschungen, auf Halbtrockenrasen und lehmigem Boden zu finden. Die Sonnenwend-Wolfsmilch wächst oft am Rande von Getreidefeldern, in Weinbergen und auf Ödland.
In den Alpen findet man sie bis zu 1500 m Höhe.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Der Milchsaft der Wolfsmilch enthält das Triterpengemisch Euphorbon. Das Gift kann äußerlich auf die Haut wirken, wobei es zu Blasenbildung kommt. Die Schleimhäute können durch das Gift angegriffen und zerstört werden, im Auge kann dies unter Umständen zur Erblindung führen. Innerlich bewirkt das Gift Erbrechen, Magenschmerzen und Durchfälle. Bei einer großen Giftmenge auch Kreislaufschädigung und Lähmungen.

Tiergiftig:

Wolfsmilcharten sind giftig für Pferde, Rinder und Kühe, Ziegen, für Hunde und Katzen, außerdem für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster sowie für Vögel. Die Pflanzen behalten auch im getrockneten Zustand ihre Giftwirkung. Frische Pflanzen werden aufgrund ihres scharfen Geschmacks meist von Tieren gemieden, nicht so jedoch im Heu. Die Symptome einer Vergiftung sind starke Schleimhautreizungen, Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und oft blutigem Durchfall, Absinken der Körpertemperatur, Lähmungen, blutiger Harn und Kot, Taumeln, Leberschädigung und Herzrhythmusstörungen. Haben sich Kühe mit Wolfsmilch vergiftet, verändert sich der Geschmack der Milch. Kommt der Milchsaft in Kontakt mit den Augen der Tiere, kann es zu schweren Entzündungen kommen, die oft sehr schwer heilbar sind.


Wurmfarn (Dryopteris filix-mas Schildfarne)

Bestimmungsmerkmale:

Wurmfarn wächst bis zu 1 m hoch und breitet seine Blätter trichterförmig aus. Die Blätter sind doppelt gefiedert und haben jeweils 20 - 35 Fiedern an der Mittelrippe. Auf den Blattunterseiten bilden sich von Juli - September die Sporen.

Standort und Verbreitung:
Wurmfarn wächst in Mitteleuropa in schattigen Wäldern und Gebüschen sowie auf Bergweiden.

Giftstoffe, Wirkung und Symptome:

Die Pflanze enthält das Enzym Thiaminase, Filicin und Aspidine.
Im Falle einer Vergiftung kommt es zu Übelkeit, Erbrechen, Magen- Darmbeschwerden mit Durchfall, Sehstörungen, Ohnmachtsanfällen, Herzschwäche und Schädigung der Atmung. Starke Vergiftung ist nur nach mißbräuchlicher Verwendung als Wurmkur zu erwarten. Eine solche Vergiftung kann theoretisch auch zum Tod führen.

Tiergiftig:
Wurmfarn ist giftig für Pferde, für Rinder, Kühe und Schafe im Besonderen ferner für Hunde und Katzen sowie für Nager, wie Hasen, Kaninchen, Meerschweinchen und Hamster. Die Symptome einer Wurmfarnvergiftung sind Magen- Darmbeschwerden mit Krämpfen und blutigem Durchfall, Erregung, Lähmung des Gehirns und Rückenmarks sowie Nierenschäden.


Quelle: http://www.botanikus.de/Botanik3/Tiere/Hunde/hunde.html

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