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 Fokale (Herdförmige) Epilepsie bei Hunden behandeln

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Tini
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BeitragThema: Fokale (Herdförmige) Epilepsie bei Hunden behandeln   Mi Feb 04, 2015 2:40 pm

Epileptische Anfälle werden in zwei Formen aufgeteilt: den gesamten Körper betreffend (allgemein, generalisiert) und herdförmig (fokal, partiell) auftretend. Generalisierte Anfälle sind das, was die meisten Menschen für den klassischen, erschreckenden epileptischen Anfall halten. Fokale oder partielle Anfälle sind subtiler, aber ebenso lähmend. Hunde können entweder generalisierte und fokale Anfälle haben, aber nicht beide. Dieser Artikel wird einige der Behandlungsmöglichkeiten bei fokalen Anfällen bei Hunden erklären.

Methode 1 von 3: Behandlung von Anfällen mit Phenobarbital



1. Wie wirkt Phenobarbital? Phenobarbital ist ein Anti-Krampf-Medikament, welches für eine Verringerung der neuronalen Erregbarkeit sowie eine Erhöhung der Stimulationsschwelle der motorischen Rinde sorgt. Dies bedeutet, dass sich fokale Anfälle nicht so leicht auslösen. Phenobarbital ist sehr effektiv, da es schnell über die Magenschleimhaut aufgenommen wird und in die Blutbahn kommt.

2. Besprich die richtige Dosis für deinen Hund mit deinem Tierarzt. Es braucht wiederholte Dosen um das Level von Phenobarbital im Blut zu stabilisieren. Jedoch sollte sich das Level nach 1 bis 2 Wochen Behandlung eingestellt haben. Die Anfangsdosis beträgt 2-3mg / kg alle 12 Stunden (oder zweimal pro Tag).

Eine durchschnittliche Anfangsdosis für einen beispielsweise 30-kg-Labrador ist eine 60-mg-Tablette, oral, alle 12 Stunden.



Jede Dosis sollte so nah an der 12 Stunden Marke wie möglich gegeben werden, da einige Hunde sehr empfindlich auf einen noch so leichten Rückgang von Phenobarbital im Blut reagieren. Dies bedeutet, dass sie viel eher dazu neigen, einen Anfall nach der 12-Stunden-Marke zu erleben.



3. Beobachte deinen Hund auf Anzeichen von Nebenwirkungen die durch die Medikamente verursacht werden. Ein Hund, dem Phenobarbital zum ersten Mal gegeben wird, wird Symptome wie Benommenheit, einen wackelnden Gang und vermehrten Durst und Appetit zeigen.

Die Sedierung und Gangunsicherheit werden sich in der Regel innerhalb von 7 Tagen beheben, aber der Durst und Appetit sind dauerhaft während der Behandlung.



Die Phenobarbitatgabe kann auch zu einer längeren Schwächung des Hinterteiles führen, so dass es für deinen Hund schwierig sein kann, das Gleichgewicht zu halten, während er auf die Toilette geht.



4. Hilf deinem Hund Nebenwirkungen zu überwinden, die durch Phenobarbital hervorgerufen werden. Um deinem Hund in den frühen Stadien der Behandlung, wenn er sich schläfrig fühlt, zu helfen, ist es gut, seine Wasserschüssel in seiner Nähe zulassen. Dies erlaubt ihm hydriert zu bleiben, wenn er zu wackelig ist, um aufzustehen und zu trinken.

Mit einer Schlinge aus einem Badetuch, das unter seinem Bauch durchgezogen wird, kannst du leicht das Gewicht deines Hundes unterstützen und ihm so helfen sich umherzubewegen, ohne dass er dabei den Halt verliert.



In den Anfangstagen der Therapie laß deinem Hund Zeit zu ruhen und erwarte nicht, dass er in der Lage für lange Spaziergänge ist.



In den ersten Tagen wird Phenobarbital ihn ungeschickt machen und er wird wahrscheinlich stolpern und fallen. Du solltest also vorsichtshalber die Treppe absichern, sodass er nicht herunterstürzen kann.



5. Gib deinem Hund kein Phenobarbital, wenn er eine Lebererkrankung hat. Phenobarbital wird von der Leber abgebaut und ist so für Hunde mit einer Lebererkrankung ungeeignet. Wenn die Leber nicht normal funktioniert, ist sie anfälliger für toxische Schäden durch das Phenobarbital.

Die Leber produziert Enzyme, die notwendig sind, um das Phenobarbital in harmlose Stoffwechselprodukte aufzuspalten. Wenn die Leber das nicht tun kann, kann das Level an Phenobarbital toxisch werden.



Methode 2 von 3: Behandlung von Anfällen mit Kaliumbromid

1. Wie wirkt Kaliumbromid? Kaliumbromid (KBr) wird oft als zusätzliche Therapie bei Hunden angewandt, deren Symptome nicht durch nur ein Medikament allein kontrolliert werden können. .

Kaliumbromid wirkt anders als Phenobarbital, doch die beiden Medikamente wirken synergistisch. Das bedeutet, dass jedes Medikament die Wirkung des anderen verstärkt und beide zusammen eine größere Wirkung haben als alleine.
Kaliumbromid funktioniert durch das Ersetzen von Chlorid-Molekülen durch Bromid, was es den Nerven schwerer macht „zu zünden“.



2. Der Gebrauch von Kaliumbromid in Kombination mit Phenobarbital: Im Gegensatz zu Phenobarbital, welches bereits nach ein oder zwei Wochen seine therapeutische Wirksamkeit erreicht, dauert es bei Kaliumbromid Monate, um einen stetigen, wirksamen Zustand zu erreichen.

Daher wird Kaliumbromid nur selten als alleinige Therapie verwandt, denn wenn Antikonvulsiva (Antiepileptika) benötigt werden, ist es unmöglich, Monate zu warten, bis diese wirksam werden.
In Kombination mit Phenobarbital scheint jedoch Kaliumbromid bereits eine therapeutische Wirkung zu haben, bevor es ein beständiges Niveau im Blut erreicht, daher kann es in dieser Kombination durchaus hilfreich sein.



3. Bespreche mit deinem Tierarzt die richtige Dosis für deinen Hund. Wenn fokale Anfälle nicht durch die Gabe von Phenobarbital allein kontrolliert werden, dann wird Kaliumbromid mit einer Dosierung von 20-40 mg/kg pro Tag hinzugefügt. So bekommt ein 30-kg-Labrador zusätzlich 600 mg Kaliumbromid pro Tag.

Der Hund sollte während dieser Behandlung auf eine salzarme Diät gesetzt werden, da die Chloride aus dem Salz das Bromid-Molekül aus den Nerven verdrängen und somit seine Wirksamkeit verringern.



Methode 3 von 3: Das Füttern des Hundes während der Behandlung



1. Versuche auch weiterhin deinem Hund die gleiche Menge an Nahrung zu geben wie bisher, auch wenn er einen gesteigerten Appetit zu haben scheint. Der erhöhte Appetit ist eine rein psychologische Wirkung, denn das Phenobarbital trickst das Gehirn des Hundes aus, indem es ihm vormacht, er sei hungrig. Der Hund braucht nicht wirklich mehr zu essen. Wenn er es trotzdem tut, wird er an Gewicht zunehmen.

Du solltest also das tägliche Essen deines Hundes abwiegen (und zwar die Menge, die er vor dem Anfall bekommen hat) und es über den Tag verteilen.



2. Wenn dein Hund all zu hungrig und verunsichert erscheint, wechsle auf eine kalorienarme Diät, wie die, die von Tierärzten für übergewichtige Tiere verschrieben wird.

Es gibt außerdem verschiedene verschreibungspflichtige Fettleibigkeits-Kontroll-Diäten, die den Vorteil haben so aufgebaut zu sein, dass sie den Hunden ein Sättigungsgefühl geben.



3. Ziehe in Betracht, Gluten aus der Ernährung deines Hundes zu entfernen. Es gibt zwar keine nachgewiesene Verbindung zwischen Ernährung und Anfällen bei Hunden, aber bei Menschen geht man davon aus, dass Weizenallergie eine Rolle dabei spielt.

Die Theorie ist, dass sich Anti-Gluten-Antikörper an das Gehirn binden und überschüssige elektrische Aktivität auslösen.
Wenn dein Hund ansonsten fit ist, würde es nicht schaden, Gluten aus seiner Ernährung zu streichen, ob das allerdings einen wesentlichen Unterschied macht, bleibt offen.


Quelle: http://de.wikihow.com
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