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 Shiba inu Yasper

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Tini
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BeitragThema: Shiba inu Yasper   Di März 06, 2012 3:56 pm



Die Geschichte vom dicken Yasper oder: „Wenn Schönheit zum Verhängnis wird...“

Yasper

Das bin ich, „Yasper“, da habe ich noch nicht über meine Zukunft nachgedacht. Ich war zuckersüß, so wie sich die Menschen uns Hunde wünschen. Ein kleiner Teddy, der nicht ahnt, dass ihm sein perfektes Aussehen keine glückliche Zukunft bescheren wird.

Meine jetzigen Menschen haben mich nach dem Foto oben ausgesucht. Die waren so begeistert von mir, dass sie denen, die mich in diese Welt entlassen haben, blind vertrauten. Die haben natürlich nichts davon erzählt welche Eigenarten unsere Rasse so an den Tag legt. Wer so süß aussieht, macht keine Probleme, der ist einfach nur lieb, da stellt auch kein Käufer Fragen.

Ich war ein Einzelkind, wie das bei unserer Rasse häufig vorkommt. Für meine Sozialisierung war das nicht wirklich förderlich, denn mir fehlten die Geschwister, vor allem wirkte sich das negativ aus, da ich oft alleine über den großen Hof gelaufen bin, mit einem Glöckchen am Hals, meine Mama war woanders eingesperrt. Ich wusste nicht wirklich, was ich mit meiner Zeit anfangen sollte – mit wem sollte ich spielen? Weit und breit keine Kameraden und somit bestand mein Tag oft nur aus Langeweile.Yasper

Dann irgendwann kamen meine neuen Menschen. Die waren so angetan von meinem Äußeren, dass ich mir dachte, „Yasper, da hast du aber Glück gehabt, dass der liebe Gott es so gut mit deiner Optik gemeint hat“ – ich ahnte damals noch nicht, dass sich in meinem Leben so viel verändern würde.

Wir fuhren in mein neues Zuhause und wie ihr auf dem Foto sehen könnt, war ich ein absoluter Prachtkerl, an dem kein Mensch ohne einen Kommentar vorbeigeht.

Meine Besitzer waren mächtig stolz, so einen wunderhübschen kleinen Zwerg zu besitzen.

In meinem Welpendasein lief schon nicht alles so, wie es sein sollte. Wer uns Shiba’s kennt, der weiß, dass wir ein wenig raubeinig sein können, wenn wir spielen. Das hört sich dann ganz gefährlich an und man könnte meinen, wir würden unsere Spielkameraden fressen wollen. Vielleicht habe ich ja auch ein wenig übertrieben, aber ich wollte schließlich auch alles nachholen, was ich als Baby verpasst hatte. Nach ein paar Welpen-Spielstunden war die Hundeschule der Meinung, ich müsse nun schon zu den größeren Rassen gepackt werden, da ich mit meinen gleich großen Kameraden immer lautstark spielte, was leider falsch gedeutet wurde. Also verbrachte ich meine Spielzeit ausschließlich mit Schäferhund & Co. Okay, da gab es nicht wirklich was zu meckern, aber ich habe nicht gelernt, dass ich mit kleinen Hunden vorsichtiger umzugehen habe. Ich entwickelte mich also schon als Welpe zu einer „Axt im Walde“, aber ein fataler Fehler sollte mein weiteres Leben noch mehr beeinflussen. Es ging also nach der Welpengruppe in die Junghundgruppe. Auch hier ist es so, dass wir Shiba’s ein wenig anders ticken, als die Spezies „Hund“ es normalerweise tut.
Wir fangen ganz früh an, unseren Kopf durchzusetzen, egal wer uns daran hindern will, wird von uns zurechtgewiesen. Wenn man hier nicht ganz schnell mit liebevoller Konsequenz eingreift, sondern uns mit Härte zeigen will, wer der Chef ist, der hat ganz schnell ein Problem mit seinem wunderschönen Shiba. Meine Besitzer waren unbedarft an die Hundeschule geraten. Sie hatten noch nie einen Hund und kannten niemanden, der hier schon hätte rettend einwirken können. Sie haben sich auf den Trainer verlassen und so wurde versucht, mir mit Härte beizubringen, dass ich zu funktionieren habe.Yasper

Geht aber nicht – nicht mit einem Shiba. Der wird dann ganz schnell zu einem so üblen Kotzbrocken, dass die Menschen oft sogar annehmen, unser Verhalten deute auf eine Krankheit hin. Deutet es auch, denn diese Krankheit heißt „fehlendes Vertrauen“ und wenn uns das fehlt, benehmen wir uns krank und sind es tief innen drin auch. Wir wollen uns nicht wirklich mit unseren Menschen tagtäglich auseinandersetzen müssen, aber irgendwas treibt uns dazu, unseren Stolz nicht brechen zu lassen. Bei einem Shiba ist der gebrochen, wenn dieser funktioniert wie der Deutsche Schäferhund.

Bei mir kam zu meinem stinkigen Verhalten gegenüber meinen Besitzerin noch hinzu, dass ich nicht ohne Leine laufen konnte, da man Sorge hatte, ich würde weglaufen. So hatte ich aber auch nie wirklich offene Kontakte zu anderen Hunden, die mir ja auch als Baby schon fehlten und deshalb meckere ich meist an der Leine andere Hunde an.

Der Teufelskreis begann langsam sich zu schließen. Ich wurde kastriert, da der Hundetrainer glaubte, es sei die Patentlösung für all mein (aus seiner Sicht) Fehlverhalten. War es jedoch nicht, denn die Kastration hatte ja höchstens auf mich Auswirkungen, aber auf meine Menschen natürlich nicht, obwohl es ja an denen gewesen wäre, ihren Umgang mit mir zu ändern. Mir fehlte einfach nur eine durchgängig konsequente Hand, die mir aufzeigte, wie ich mich zu benehmen hatte. Meine Besitzer wurden aber immer unsicherer im Umgang mit mir und als ich noch begann, den einen oder anderen Besucher dumm anzumachen, war für sie klar, dass sie sich ihr Leben mit mir an ihrer Seite viel einfacher vorgestellt hatten.

In den Folgemonaten wurde ich auch immer dicker und da ich nicht frei laufen und rennen konnte, blieb mir nichts anderes übrig, als auch das noch hinzunehmen. Nicht dass ich nun richtig fett wäre, ich bin nämlich ein recht großer Shiba, ich habe mit meinen knapp 15 Kilogramm halt ein bisschen zu viel Speck auf den Rippen. Dafür glänzt mein Pelz aber so doll, dass man sich fast darin sehen kann.

YasperIch wurde mit der Zeit immer unglücklicher. Niemand verstand mich – nein, ich wollte doch nicht alles klären müssen. Ich wollte nicht die fremden Kleinkinder aus unserer Wohnung verscheuchen und die doofen Besucher, die mich immer nur anstarrten. Es nahm mir aber niemand meinen Job ab und so entwickelte ich mich mehr und mehr zum Schrecken der Straße. Ein Himmelreich für einen Menschen, dem ich vertrauen konnte und der mir all meine Entscheidungen abnahm – es gab ihn aber nicht. Im Gegenteil, ich werde mein Zuhause verlieren, denn meine Besitzer sind es leid, sich mit einem so anstrengenden Hund auseinander zu setzen. Sie bereuen sehr, dass sie damals nicht wussten, was auf sie zukommt, das konnten sie nämlich auf meinem Babyfoto nicht erkennen. Sie haben aber keine Zeit, die sie investieren wollen, mir zu zeigen, dass sie meinen Job übernehmen und ich endlich entspannter werden kann.

Nun lest ihr meine Geschichte auf dieser Seite, obwohl es vor Jahren noch lange Wartelisten bei den Züchtern für uns Shiba’s gab. Es ist eine Geschichte, die leider gaaaanz vielen Shiba’s widerfährt – für euch Menschen heißt Schönheit „Erfolg“, für mich ist daraus „Einsamkeit“ geworden, so wie für viele andere meiner Rasse…

Ich hocke nun hier und warte auf ein neues Zuhause. Ein Zuhause, das mir, dem dicken und unerzogenen Yasper zeigt, wie man auch als Shiba glücklich sein kann. Menschen, die mir jede Verantwortung abnehmen und keine Ansprüche stellen, dass ich mich perfekt verhalten muss.

Gibt es solche Menschen, die für mich einen Diät- und Erziehungsplan erstellen? Ich verspreche euch, genauso wie ich abnehmen werde, bin ich mit meinen gerade einmal 2 Jahren so formbar, dass man mich in den richtigen Händen ganz schnell nicht wieder erkennen wird.

Bitte meldet euch ganz schnell, denn ich spüre, dass ich gehen muss und das ist ein ziemlich bescheidenes Gefühl, denn ich habe doch aus Shiba-Sicht alles richtig gemacht…

Euer Yasper



Yasper ist ein im Januar 2010 geborener Shiba-Rüde, der trotz seines Übergewichtes ein hübscher Kerl geblieben ist. Wir konnten uns in seinem Zuhause ein Bild über ihn machen und wir würden sagen, er ist einfach nur ein unsicherer Shiba, der gezeigt bekommen möchte, wo es in seinem Hundeleben lang gehen soll. Wir könnten uns auch vorstellen, dass er zu einer souveränen Hündin ziehen könnte. Wer zeigt ihm seinen Weg in ein glückliches Hundeleben?
Yaspers Geschichte bestätigt wieder, dass wir Menschen dringend lernen sollten, Lebewesen nicht wegen ihres Aussehens anzuschaffen, denn am Ende zahlen die Tiere einen ziemlich hohen Preis für unseren „Fehlkauf“.

Quelle: http://www.polarhunde-nothilfe.com
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Tini
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BeitragThema: Re: Shiba inu Yasper   Fr Aug 31, 2012 11:17 pm

Yasper hat nach langem hin und her endlich ein zuhause gefunden !! freu freu freu
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Shiba inu Yasper
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