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 Grönlandhund

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Tini
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BeitragThema: Grönlandhund   Sa Jan 28, 2012 4:05 pm

Grönlandhund



Als die Eskimos vor etwa 2000 Jahren Sibirien verließen und über die Beringstraße nach Alaska zogen, wurden sie von ihren Hunden begleitet, ohne deren Hilfe eine solche Völkerwanderung überhaupt nicht durchführbar gewesen wäre. Die Reise währte immerhin mehrere Jahrhunderte und führte schließlich bis nach Grönland. Nun handelte es sich bei diesen „Eskimohunden" sicher nicht um Hunde völlig identischen Aussehens; vielmehr hat sich infolge der natürlichen Auslese unter härtesten arktischen Bedingungen ein Schlittenhund herauskristallisiert, dessen Anspruchslosigkeit in der Haltung und Ausdauer bei der Arbeit den Eskimos oberstes Gebot im täglichen Kampf ums Überleben sein mußte, Merkmale, die letztendlich allen arktischen Hunden eigen sind. Heute erstreckt sich der Lebensraum der Eskimos vom östlichen Sibirien über die Aleuten, Alaska, Nordkanada, Baffin-Land, Labrador bis hin nach Grönland.

Es ist anzunehmen, daß sich innerhalb dieser riesigen Dimensionen von 7000 Kilometer Länge und 2500 Kilometer Breite mehrere Varianten des Eskimohundes gebildet haben. Auch wenn sich die Unterschiede sowohl im äußeren Erscheinungsbild als auch im Wesen in vielfältigen Details darstellen können, so sind sie doch nicht so gravierend, daß von verschiedenen „Eskimohunden", allenfalls von einzelnen" Lokalschlägen" gesprochen wird. Die große Zahl noch in Nordgrönland existierender Eskimohunde läßt tatsächlich auch keinen einheitlichen Typus erkennen.

Dort, wo der Hundeschlitten das einzige Fortbewegungsmittel darstellt, findet der Eskimohund sein Hauptbetätigungsfeld. Aber auch als Helfer bei der Jagd auf verschiedene Tierarten macht er sich nützlich.

Die Robben spürt er durch deren Atemlöcher unter Eis und Schnee auf, und er wittert über viele Meilen eine Moschusochsen-Herde, an die er den Jäger heranbringt. Bei der Jagd auf Eisbären oder wilde Rentiere wird das Beutetier mit dem Schlitten verfolgt und erst kurz vor Erreichen hetzen und stellen einige, nach dem Durchtrennen von Zugsträngen aus dem Fächergespann freigelassene Hunde das Opfer. Schließlich wird es von dem Jäger erledigt, der sich in rasender Fahrt auf dem Schlitten mit den restlichen Hunden nähert.

Während die Hunde ruhen und auch nachts, bindet man sie mit Ketten an; sie rollen sich zusammen, bedecken das Gesicht mit dem Schwanz und lassen sich bei Schneefall in ihrer Schneekuhle einschneien. Solcherart abgehärtete Eskimohunde mit ihrem dicken Fell vertragen durchaus Temperaturen bis minus 50° Celsius. Bei aller Schwerstarbeit kommen die Hunde mit erstaunlich kleinen Futterrationen aus. Sie begnügen sich mit einem halben Kilogramm getrocknetem Haifischfleisch.

Für den Eskimo ist die von seinem Hund zu erbringende Leistung wichtigstes Zuchtkriterium. Der Gedanke der Einkreuzung von Wölfen zur Festigung der notwendigen Härte zum Leben in arktischen Zonen liegt nahe. Da solche Nachzucht aber eine „Verschlechterung der erwünschten Schlittenhundequalitäten" mit sich brächte, wird dieser Weg von den Eskimos vermieden. Dennoch ist er nicht völlig von der Hand zu weisen, zumal Aufzeichnungen über Bedeckungen und das Zuchtgeschehen in der Arktis nicht bekannt sind.

Während in Grönland heute die Vorschrift besteht, die Hunde während der arbeitsarmen Jahreszeit anzuketten, waren sie sich früher weitgehend selbst überlassen und abgesehen davon, daß die Hunde selbst auf Nahrungssuche gingen, entzogen sie sich zumindest in dieser Zeit jedlicher menschlichen Einflußnahme auf ihre Fortpflanzung. Als Rassen im kynologischen Sinn sind der Grönlandhund und der Kanadische Eskimohund anerkannt.

Man kann bis auf den heutigen Tag in weiten Teilen des Landes nicht auf den Einsatz des grönländischen Eskimohundes als Schlittenzieher und Jagdgehilfe verzichtet werden. An der Haltung der Hunde und der Einstellung des Eskimos seinen Hunden gegenüber hat sich wenig geändert . Sie sind Mittel zum Zweck, nämlich Helfer im Kampf ums Dasein, begonnen bei der Nahrungsbeschaffung bis hin zur Einsatzfähigkeit als „Verkehrsmittel". Entsprechend ihrem eigenen harten, erbarmungslosen Leben ist auch die Behandlung ihrer Hunde nicht von überschwenglicher Fürsorge geprägt. So läßt sich leicht nachvollziehen, welchen Akklimatisationsschwierigkeiten ein sogenannter Originalimport aus Grönland in unseren Breitengraden ausgesetzt ist. Der „Zivilisations"-Prozeß vollzieht sich nicht von einer Generation zur anderen, und es bedarf besonderer Einfühlungsvermögen, diese Hunde ohne die ihn anhaftenden Vorurteile gewisser unerwünschter Eigenschaften wie Aggressivität gegenüber Artgenossen, sehr impulsives Wesen u.ä. zu sehen. Schon mehrere Generationen in Europa gezüchtete Grönlandhunde mit durchaus liebenswerten Charakter beweisen jedoch, was menschliches und Züchterisches Zutun in den Griff zu bekommen imstande ist.

Der Grönlandhund ist ein starker Polarhund, gebaut für ausdauernde, harte Arbeit als Schlittenhund unter arktischen Bedingungen. Sie besitzen in bezug auf ihr soziales Umfeld noch mehr als andere Nordische Hunde das Verhaltensinventar des Ahnen Wolf. Doch bei aller Notwendigkeit ausgetragender Führungskämpfe untereinander muß sich stets der Mensch als „Alphahund" behaupten. Wenn er als Ranghöchster von seinem Rudel- oder auch dem einzelnen gehaltenen Hund - akzeptiert wird, ist die Voraussetzung für ein ersprießliches Zusammenleben gegeben


Verwendung:

Schlittenhund

FCI-Standard:

Gruppe 5: Spitze und Hunde vom Urtyp
Sektion 1: Nordische Schlittenhunde

Ohne Arbeitsprüfung

Ursprung:

Grönland

Patronat:

Dänemark

Alternative Namen:


Grønlandshund

Widerristhöhe:

Rüde: 60 cm und mehr
Hündin: 55 cm und mehr

Gewicht:

nicht festgelegt

quelle: http://www.unsere-nordischen.de/rassen/gronland.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nlandhund

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